Dreimal pro Woche kümmern sich die Vereinsmitglieder um die Instandhaltung des Landart-Parks.

Bah Moonagha (r.), Flüchtling aus Guinea, unterstützt das Team um Walter Flöck tatkräftig.
Bah Moonagha (r.), Flüchtling aus Guinea, unterstützt das Team um Walter Flöck tatkräftig.

Bah Moonagha (r.), Flüchtling aus Guinea, unterstützt das Team um Walter Flöck tatkräftig.

Piel

Bah Moonagha (r.), Flüchtling aus Guinea, unterstützt das Team um Walter Flöck tatkräftig.

Grevenbroich. Wenn es um den Finlay-Park zwischen Schloss und Feuerwache geht, dann ist der Verkehrsverein hellwach. Die Aktiven machen nicht nur reichlich Werbung für das künstlerische Kleinod, sondern packen auch kräftig an, damit das zwei Hektar große Areal proper aussieht. Seit Anfang Mai sind die Grevenbroicher um Walter Flöck im Einsatz, um Unkraut zu jäten und Schösslinge zu entfernen. Bei dieser Arbeit werden sie von dem 23 Jahre alten Bah Moonagha aus Guinea unterstützt, der im Rahmen eines Integrationsprogramms für Flüchtlinge wertvolle Hilfe leistet. „Gut, dass wir ihn dabei haben“, sagt Vorsitzender Flöck.

Wirtschaftsbetriebe sorgen nur für oberflächliche Reinigung

Natürlich haben auch die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe den Ian-Hamilton-Finlay-Park im Blick. Sie achten darauf, dass die Wege in Ordnung sind, sorgen für Reparaturen und den Rasenschnitt, sägen Äste ab und fällen notfalls Bäume. Aufwändige Pflegearbeiten, die Handarbeit mit Schuffel und Spaten erforderlich machen, gehören aber nicht zum Leistungsspektrum des Garten-Trupps. „Die Kommune wäre auch nicht in der Lage, eine solche Arbeit zu bezahlen“, sagt Brigitte Laurenz, Fachdienstleiterin für die Grünanlagen in der Stadt.

Hier leistet der Verkehrsverein gute und vor allem kostenlose Hilfe: Dreimal in der Woche rückt er aus, um die Anlagen jenseits der Wege zu pflegen. Wurzelschösslinge, die rund um die Flügelnussbäume aus der Erde schießen, müssen gekappt, Unmengen des Kletterlabkrauts, das sich im gesamten Park stark verbreitet, ausgezupft werden. Und auch dem Teich wird von den Aktiven liebevoll gepflegt. Sogar das Hölderlin-Zitat („Ihr holden Schwäne. . .“) an der Begrenzungsmauer ist wieder zu lesen. Gartenschau-Planer Georg Penker dürfte seine Freude dran haben.

Hölderlin-Zitat ist endlich wieder zu lesen

Der citynahe Waldpark wird durch diese ehrenamtliche Arbeit nicht nur schöner, auch die Artenvielfalt bleibt erhalten. „Pflanzen, die vor rund 20 Jahren für die Landesgartenschau in die Erde gesetzt wurden, werden nicht mehr durch Wildwuchs verdrängt“, sagt Brigitte Laurenz. So sprießen in diesen Tagen die Nesselblättrige Glockenblume, die Rote Lichtnelke, das Salomonssiegel, der Fingerhut oder der Blaustern munter der Sonne entgegen. „Das freut einen natürlich“, sagt Walter Flöck: „Weil man sieht, dass sich die Arbeit lohnt.“

Gesucht werden noch eifrige Mitstreiter, die einige Stunden in der Woche opfern wollen, um den Finlay-Park zu pflegen. „Gut, das ist mit Arbeit verbunden“, sagt der Verkehrsvereins-Chef: „Aber sie macht auch Spaß – und am Ende freut man sich über das gelungene Ergebnis.“ Wer mitmachen möchte, kann sich bei Walter Flöck melden. Er ist tagsüber unter Telefon 0172/2116202 zu erreichen.

Neben dem Finlay-Park widmet sich der mittlerweile mehr als 100 Mitglieder zählende Verkehrsverein zurzeit zwei anderen Projekten. Zum einen wird an einer Radwegbroschüre zu den sieben Gartenschau-Brücken gearbeitet, zum anderen wird in Kürze ein Erft-Wanderführer mit Restaurant- und Café-Tipps herausgegeben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer