18 Jahre alter Haupttäter muss neuneinhalb Jahre in Haft.

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Dennis E. wurde am Mittwoch in Düsseldorf als Haupttäter nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Dennis E. wurde am Mittwoch in Düsseldorf als Haupttäter nach Jugendstrafrecht verurteilt.

dpa

Dennis E. wurde am Mittwoch in Düsseldorf als Haupttäter nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Neuss. Nur knapp unter der Höchststrafe blieb das Düsseldorfer Landgericht am Mittwoch, als das Urteil im Mordfall an einem vietnamesischen Obdachlosen gesprochen worden.

Der 18-jährige Dennis E. wurde zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt, höchstens zehn Jahre wären gesetzlich möglich gewesen. Sein Mittäter Sven K. (38) wurde wegen Totschlags und schweren Raubes zu neun Jahren Haft verurteilt.

Opfer wurde erschlagen und ins Gesicht getreten

Die beiden hatten gemeinsam den 59-jährigen Vietnamesen am 26. März vergangenen Jahres auf dem Tüv-Gelände umgebracht. Dabei schlug Dennis E. dem Opfer so lange mit einem Holzpfahl ins Gesicht, bis dieser zersplitterte.

Anschließend soll das Duo noch etwa zehn Minuten lang auf den am Boden liegenden Mann eingetreten haben. Danach verließen die beiden zunächst den Tatort, kehrten aber später noch einmal zurück und warteten ab, bis der Obdachlose tot. „Sie haben ihm beim Sterben zugesehen“, so das Gericht.

Vorausgegangen war ein Streit im benachbarten Obdachlosen-Wohnheim. Dort soll das spätere Opfer versucht haben, etwas aus dem Rucksack von Sven K. zu stehlen. Daraufhin soll er Hausverbot bekommen haben. Dennis E. wiederum soll dem Vietnamesen wenig später 190 Euro aus der Geldbörse genommen haben.

Als die beiden Täter den schlafenden Mann auf dem Tüv-Gelände entdeckten, wollten sie ihm auch noch den Rest seines Geldes abnehmen. Dennis E., der schon im Grundschulalter auffällig wurde und jahrelang in verschiedenen Einrichtungen psychologisch betreut wurde, habe den Mann umgebracht, um eine Strafanzeige wegen des Raubes zu verhindern. Darum wurde er wegen Mordes verurteilt.

Sven K. dagegen war so betrunken, dass das Gericht bei ihm von verminderter Schuldfähigkeit ausging. Das machten Aufnahmen ´aus der Überwachungskamera einer Tankstelle deutlich, die kurz nach der Tat aufgenommen wurden. Die zeigen, dass Sven K. sich kaum auf den Beinen halten konnte.

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