Bis Karneval sollte alles erledigt sein - jetzt herrscht Stillstand.

Bis Karneval sollte alles erledigt sein - jetzt herrscht Stillstand.
Die Spuren der Tiefbauarbeiten, die im Auftrag der Deutschen Glasfaser an der Straße „Auf den Stöcken“ durchgeführt wurden, sind sichtbar.

Die Spuren der Tiefbauarbeiten, die im Auftrag der Deutschen Glasfaser an der Straße „Auf den Stöcken“ durchgeführt wurden, sind sichtbar.

LB

Die Spuren der Tiefbauarbeiten, die im Auftrag der Deutschen Glasfaser an der Straße „Auf den Stöcken“ durchgeführt wurden, sind sichtbar.

Speck. In Speck, Wehl und Helpenstein wächst der Unmut über die Deutsche Glasfaser. Nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, mit der Behebung der Straßenschäden – vor allem die Straße „Auf den Stöcken“ ist betroffen – bis Karneval fertig zu sein, hatten die Anwohner wieder Hoffnung geschöpft. Dieser Zeitplan ist aber offenkundig einmal mehr ins Wanken geraten. „Es waren lediglich Arbeiter hier, die Rollsplit auf der Jakob-Weitz-Straße und der Franz-Bender-Straße verteilt haben. Aber um diese beiden Straßen ging es nie, weil sie sowieso nicht betroffen waren“, betont Fabian Schnitger. Jetzt reicht es dem 34-Jährigen: Er hat einen Brief an Bürgermeister Reiner Breuer und Baudezernent Christoph Hölters geschrieben – und bittet um einen Vor-Ort-Termin. „Es wird Zeit, dass sich was tut“, betont er.

Fabian Schnitger gehört zu den Anwohnern, die einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abgeschlossen haben. Eigentlich sollten die Leitungen fürs schnelle Internet bis Ende 2016 freigeschaltet werden. Aber das Unternehmen hinkt dem Zeitplan hinterher. Die Deutsche Glasfaser räumte die Verzögerungen ein – in Aussicht gestellt wurde eine Aktivierung der Anschlüsse bis Ende Januar. „Auch dieser Zeitplan wurde nicht eingehalten“, sagt Schnitger. Dafür hinterließen die von der Deutschen Glasfaser beauftragten Subunternehmer vor allem die Straße „Auf den Stöcken“ nach Tiefbauarbeiten in durchaus desolatem Zustand. An einigen Stellen schauen Kabel aus dem Boden, teilweise fehlt der Asphalt gleich ganz, andernorts wurden Löcher nur notdürftig geflickt. „Eine Schlaglochpiste, die die Bezeichnung ,Straße’ nicht mehr verdient“, meint Schnitger.

„Die Leidtragenden sind wir Anwohner.“

Fabian Schnitger, Betroffener

Die Stadt hat Konsequenzen gezogen: Bis die Deutsche Glasfaser die Straße wieder in vernünftigen Zustand versetzen lässt, erhält das Unternehmen keine weitere Aufbruchgenehmigung im Neusser Stadtgebiet mehr. „Das haben wir in Gesprächen mit dem Unternehmen deutlich gemacht“, erklärt Peter Fischer vom städtischen Presseamt. Die Deutsche Glasfaser war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Vor rund vier Wochen erklärte eine Unternehmenssprecherin, dass die betroffenen Straßenabschnitte bis spätestens Monatsende fertig sein sollen. Die Zeit drängt also – an Aschermittwoch ist der Februar vorbei. Aus dem Rathaus ist zu hören, dass offenbar in der kommenden Woche mit den Arbeiten begonnen werden soll.

Fabian Schnitger und seine Nachbarn drängen auf eine Lösung. Denn das Problem trifft sie doppelt. Erstens ist da der Ärger über den Zustand der Straßen. Und zweitens verlegt die Deutsche Glasfaser wegen des Baustopps durch die Stadt zurzeit keine Hausanschlüsse. „Die Leidtragenden sind wir Anwohner“, sagt Schnitger.

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