Ein Heißwasser-Fahrzeug der Stadt ist nach einem Defekt stillgelegt.

Grevenbroich. Die städtischen Grünanlagen können derzeit nicht so intensiv gepflegt werden, wie es sich die Stadtverwaltung wünschen würde. Der Grund: Eines der beiden Heißwasser-Fahrzeuge, die für die Unkrautvernichtung angeschafft wurde, ist durch einen Unfall beschädigt worden.

„Dieses Gerät muss in einem erheblichen Umfang repariert werden“, informierte der Beigeordnete Florian Herpel jetzt im Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss. Da das Fahrzeug von „komplexer Technik“ sei, dauere die Reparatur lange. Zurzeit sei nicht bekannt, wann der Wagen wieder eingesetzt werden kann.

Um umweltfreundlich gegen Unkraut vorzugehen, hat die Stadt zwei Heißwasser-Fahrzeuge angeschafft. Die in der Verwaltung auch scherzhaft „Fahrende Eierkocher“ oder „Senseos“ kosteten jeweils rund 240 000 Euro. Sie bekämpfen Unkrat mit 98 Grad heißem Wasser. So wird die Zellstruktur des Unkrauts zerstört – oberirdische Teile sterben ab, und mit jeder Behandlung werden auch die Wurzeln weiter geschwächt.

Das Fahrzeug kippte wegen seines hohen Schwerpunkts um

Eines der Fahrzeuge wurde für die städtischen Grünanlagen – vornehmlich für die Friedhöfe angeschafft –, das andere für die Sportstätten. Ersteres kippte um, nachdem es auf ein Bankett kam und „auf Grund des deutlichen höheren Schwerpunktes der technischen Aufbauten aus dem Gleichgewicht geriet“, sagte Stadtsprecher Stephan Renner. Der Schaden wird aktuell von einem Gutachter geprüft, um die Versicherungssumme bestimmen zu können. „Die Reparatur selber wird dann noch mindestens acht bis zehn Wochen dauern“, so Renner.

Das Thema Grünpflege hatte zuvor Carl Windler, Chef der UWG-Fraktion, angesprochen. Er kritisierte, dass die Pflege der Friedhöfe zu wünschen übrig ließe. Den Eindruck konnte Kämmerin Monika Stirken-Hohmann nicht teilen, sie wehrte sich in einer „persönlichen Bemerkung“ gegen ein solch pauschales Urteil. wilp

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