An der viel befahrenen Kreuzung L 361/Auf den Hundert Morgen kommt es immer wieder zu Zusammenstößen.

An der viel befahrenen Kreuzung L 361/Auf den Hundert Morgen kommt es immer wieder zu Zusammenstößen.
Vor einer Woche wurde eine Frau bei einem Unfall schwer verletzt.

Vor einer Woche wurde eine Frau bei einem Unfall schwer verletzt.

Bei einem Verkehrsunfall mit einem Sattelzug vor einem Monat sind 600 Liter Diesel auf der Kreuzung ausgelaufen. Die Feuerwehr musste zum ABC-Einsatz ausrücken. Archiv

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Vor einer Woche wurde eine Frau bei einem Unfall schwer verletzt.

Grevenbroich. Die Christdemokraten lassen nicht locker: Sie wollen eine bauliche Lösung für die viel befahrene Kreuzung auf dem Autobahnzubringer Kapellen. Die Fraktion hat die Stadt aufgefordert, kurzfristig mit den zuständigen Behörden Gespräche über den Umbau aufzunehmen. Ähnliches hatte die CDU schon im März beantragt. „Leider ist die Verwaltung diesem Ansinnen nicht nachgekommen“, sagt Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Verärgert ist auch CDU-Ratsherr Ralf Cremers aus Kapellen. „Es geht nicht an, dass wir einen Antrag stellen, und dann erhalten wir eine beliebige Antwort, die mit unserem Antrag nichts zu tun hat“, empört sich der Kapellener.

Cremers hatte sich Anfang 2017 für den Umbau der Ampelkreuzung zum Kreisverkehr starkgemacht. Im Kreuzungsbereich komme es häufig zu Unfällen, zudem staue sich der morgendliche Berufsverkehr An den hundert Morgen. Die CDU beantragte im Rat, dass die Verwaltung mit dem Straßenbaulastträger Gespräche für den Bau eines Kreisverkehrs führt und dann eine Machbarkeitsstudie vorlegt.

Verwaltung gab eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag

Im September antwortete die Verwaltung im Bauausschuss. Beigeordneter Florian Herpel erklärte, dass sie eine Verkehrsuntersuchung für die Ampel dort in Auftrag gegeben und dann den Landesbetrieb Straßen.NRW aufgefordert habe, wegen Leistungsdefiziten Änderungen vorzunehmen. Die Staus führte die Verwaltung auf die damalige Vollsperrung der Talstraße im Bereich der A 46-Unterführung zurück, dort wurde eine Lärmschutzwand errichtet. Ein halbes Jahr nach Abschluss der Arbeiten werde die Verwaltung berichten, ob es weiter Staus gehe und ob ein Kreisel geeignet sei, um Abhilfe zu schaffen. Der Bauausschuss nahm die Antwort zur Kenntnis – nach Hinweis der CDU, dass der Bericht ohne weitere Aufforderung erstattet werden solle.

Doch die Faktion sieht weiter Handlungsbedarf. Die Antwort aus dem Rathaus reicht Ralf Cremers, der dem Bauausschuss nicht angehört, keineswegs. „Es ging bei unserem Antrag nicht um die Ampel, sondern um einen Kreisverkehr, mit dem der Verkehr flüssiger gestaltet und die Unfallgefahr entschärft werden soll“, betont Cremers. „Inzwischen hat es weitere schwere Unfälle gegeben.“ Ende November waren zwei Pkw auf der Kreuzung zusammengeprallt; eine Frau wurde schwer verletzt. Bei einem Zusammenstoß mit einem Kleintransporter Mitte November verlor ein Sattelzug 600 Liter Diesel; für die Feuerwehr wurde ABC-Alarm gegeben. 2015/16 hatten sich im Kreuzungsbereich fünf schwerere Unfälle ereignet, neun Menschen wurden leicht verletzt.

Den Umbau der Kreuzung hält die CDU auch wegen der anstehenden Erweiterung des Gewerbegebietes und des geplanten dritten Bauabschnitts im Neubaugebiet für nötig. „Wir sollten vorausschauend planen und nicht erst im Nachhinein reagieren“, sagt Ralf Cremers. Die Verwaltung erklärte im Ausschuss, die Untersuchung durch ein Ingenieurbüro habe ergeben, „dass die Leistungsfähigkeit der Signalanlagen auch bei einer Ausweitung der Bauabschnitte gegeben ist“.

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