Die Geschäfte in der Innenstadt schließen größtenteils zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Viele Kunden sind irritiert.

Die Geschäfte in der Innenstadt schließen größtenteils zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Viele Kunden sind irritiert.
Nicht selten kommt es vor, dass Kunden in der Dormagener Innenstadt vor verschlossen Türen stehen.

Nicht selten kommt es vor, dass Kunden in der Dormagener Innenstadt vor verschlossen Türen stehen.

Tinter

Nicht selten kommt es vor, dass Kunden in der Dormagener Innenstadt vor verschlossen Türen stehen.

Dormagen. Die Versuche, die es bereits gegeben hat, einheitliche Geschäfts-Öffnungszeiten in der Innenstadt zu installieren, kann Guido Schenk, Schriftführer der City Offensive Dormagen (CiDo), schon nicht mehr zählen. „Ein Dauerbrenner“, sagt Schenk und fährt fort. „Dieses Thema stand auch immer wieder auf der Agenda der WSD, in der ich seit Anfang der neunziger Jahre bereits Mitglied war.“ Die WSD, die Werbegemeinschaft Stadt Dormagen, war Vorgänger der CiDo, und konnte das Problem nicht kundenfreundlich lösen, die CiDo bis jetzt auch nicht. „Wir können nur Appelle an die Einzelhändler richten, denn wie der Name schon sagt, handeln die Händler einzeln“, so Schenk weiter.

Der City Offensive Dormagen sind die Hände gebunden

„Gleiche Öffnungszeiten in Innenstädten gibt es nirgends, auch nicht in Großstädten abseits der Haupteinkaufsstraßen“, sagt Hans-Dieter Lehnhoff vom Ring-Center, das montags bis freitags von 9.30 bis 19 und samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet hat. Er hat Verständnis für den kleinen Einzelhändler, der samstags um 15 Uhr schließt, weil er keine Angestellten habe und alles allein erledigen müsse. Bis 19 Uhr in der Woche und samstags bis 16 Uhr hat Jorgos Flambouraris seine Buchhandlung geöffnet. „Samstags länger zu öffnen, lohnt sich für uns nicht. Wir haben das mal bis 17 Uhr versucht, aber wieder aufgegeben“, sagt er und hat einen anderen Vorschlag: Freitags bereits um 8 Uhr öffnen, da dann auch der Markt bereits offen habe.

Ihr Modegeschäft hat Ingrid Döring seit 27 Jahren an Samstagen bis 15 Uhr geöffnet, an den anderen Tagen bis 18.30 Uhr. „Das reicht“, sagt sie. „Ich sehe doch an den Kassenbons, wann der letzte Kunde kommt, überlege sogar im Winter um 18 Uhr zu schließen.“ Von einer „total unbefriedigenden Situation“ in der Innenstadt spricht Markus Hartig von Sport Röhrich (montags bis freitags bis 19, samstags bis 16 Uhr geöffnet). „Es gibt hier sogar noch einige Geschäfte, die eine Mittagspause machen“, sagt er.

Selbst in der Rathaus-Galerie herrscht Uneinigkeit bei den Zeiten

Auch in der Rathaus-Galerie herrscht keine Einigkeit. Beispiele: Kult hat montags bis freitags von 10 bis 19 geöffnet, H&M von 9.30 bis 20 Uhr, beide samstags bis 18 Uhr. Parfümerie Becker empfängt seine Kunden in der Galerie werktags von 9.30 bis 19 Uhr, samstags ebenfalls bis 18 Uhr, die Becker-Filiale in der Fußgängerzone, nur wenige Gehminuten entfernt, schließt dagegen montags bis freitags um 18.30 und samstags bereits um 16 Uhr. Ein Wirrwarr für die Kunden. Wollen die übrigens an einem arbeitsfreien Samstag noch etwas im Bürgerbüro der Stadt Dormagen erledigen, müssen sie sich sputen, denn das bietet zwar eine zusätzliche Öffnungszeit, allerdings nur von 10 bis 12 Uhr. An Werktagen öffnet es zwar bereits um 8 Uhr, doch Berufstätige sind dann schon unterwegs und oft sicher nicht bis 17 Uhr zurück, wenn es schließt (außer donnerstags, dann erst um 18 Uhr).

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