Dienststellen im Kreis werden ab Oktober weitgehend in Neuss konzentriert.

An der Karl-Arnold-Straße hinter dem Hauptbahnhof steht das neue Jobcenter. Im Oktober wird es bezogen.
An der Karl-Arnold-Straße hinter dem Hauptbahnhof steht das neue Jobcenter. Im Oktober wird es bezogen.

An der Karl-Arnold-Straße hinter dem Hauptbahnhof steht das neue Jobcenter. Im Oktober wird es bezogen.

Stefan Büntig

An der Karl-Arnold-Straße hinter dem Hauptbahnhof steht das neue Jobcenter. Im Oktober wird es bezogen.

Neuss. Schnell ging es mit dem Neubau an der Karl-Arnold-Straße hinter dem Hauptbahnhof: Dank der Beton-Modulbauweise ist hier in kürzester Zeit das neue Jobcenter gewachsen. Jetzt steht der Einzug von Mitarbeitern aus diversen Standorten unmittelbar bevor.

Im Neusser Norden sind ab Oktober die Jobcenter-Niederlassungen Neuss, Meerbusch, Kaarst und Korschenbroich konzentriert. Die Entscheidung zur Zusammenlegung war schon 2006 gefallen.

Priorität genießt der Sicherheitsaspekt

Der Einzug geschieht nun ein Jahr nach dem Mord an der Stresemannallee; eine Bluttat, die viele Mitarbeiter nach wie vor belastet. Priorität genieße seitdem der Sicherheitsaspekt, hatte Wendeline Gilles, Geschäftsführerin des Jobcenters im Kreis, bei einer Begehung im Sommer geäußert.

Es werde Kameras in den Fluren, Zwischentüren zu Nebenbüros oder Panikschlösser an den Außentüren, die von innen immer zu öffnen sind, geben. Auf Sicherheitsschleusen wird allerdings verzichtet.

Es gehe darum, das Dienstleistungsangebot für den Kunden zu verbessern, so Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Mönchengladbach.

Nun läuft der Countdown der eng gefassten Umzugspläne. Ab 1. Oktober sind die Mitarbeiter aus Korschenbroich vorübergehend bis zum 21. Oktober in der Marienstraße 42 in Neuss untergebracht, dann ziehen sie endgültig in den Neubau an der Karl-Arnold-Straße.

Innerhalb von Neuss beginnen die Umzüge am 17. und 18. Oktober, dann geht es von der Promenadenstraße hinter dem Rathaus ins neue Haus. Ab 21. Oktober wird dort die Arbeit aufgenommen.

An diesem Tag ziehen auch die Teams von der Marienstraße um. Einen Tag später sind die Jobcenter-Mitarbeiter von der Königstraße an der Reihe, ebenso wie die Kollegen der Leistungssachbearbeitung aus Meerbusch. Auch die Mitarbeiter aus dem Jobcenter an der Stresemannallee gehören zu den ersten, die umziehen werden.

Neubau kostete 11 Millionen Euro

Am 23. Oktober dann folgen die Mitarbeiter aus Kaarst sowie die der Widerspruchsstelle, der Unterhaltsheranziehung und des Ermittlungsdienstes aus Grevenbroich.

Die letzten noch ausstehenden Umzügefolgen am 12. und 13. November. Dann wechseln die bisherigen Jobcenter-Dienststellen Grevenbroich (Am Markt), Jüchen (Am Rathaus) und Rommerskirchen (Bahnstraße) in das Kreishochhaus in Grevenbroich.

Der Neubau bietet eine Nutzfläche von 10 000 Quadratmetern. Die Bausumme lag bei 11 Millionen Euro. Etwa die Hälfte aller Hilfeempfänger, die das Jobcenter von Arbeitsagentur und Rhein-Kreis Neuss nutzen, kommt aus Neuss.

Durch die Konzentration in Neuss erwartet Landratvertreter Jürgen Steinmetz eine „noch bessere Dienstleistung. Wir werden mehr Service und weniger Kosten haben“, sagt er. uda

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