Feuerwehr probte für Brand im Chempark-Hafen.

Dormagen. Gegen 8.30 Uhr heulen am Samstag die Sirenen. Die Werkfeuerwehr des Chemparks Dormagen rückt mit Blaulicht und Martinshorn zur Hafenanlage an der Bundesstraße 9 zwischen Dormagen und Worringen aus – sie simuliert das Löschen eines Brandes an einer Tankerbrücke des Hafens. In dem Übungsszenario tritt anstatt giftigen Rauchs allerdings nur Nebel aus. Trotzdem eilen die Feuerwehrmänner mit dem gesamten Fuhrpark zum Hafengelände. Die 25 Werkfeuerwehrleute kommen nach 3:54 Minuten an. Helmut Bauz, Leiter des operativen Brandschutzes, ist zufrieden: „Da die Werkfeuerwehr normal binnen fünf Minuten am Einsatzort ist, sind wir gut in der Zeit.“

Sensoren melden austretende Stoffe an die Leitstelle

Nun geht es schnell: Nachdem der Turbolöscher, ein Fahrzeug, das 6000 Liter Wasser pro Minute werfen kann, in Stellung gebracht und das Tankfahrzeug daneben geparkt ist, legen die Feuerwehrmänner acht Verbindungsschläuche vom Tankfahrzeug zum Turbolöscher, damit dieser genügend Wasser hat. Denn der Turbolöscher mit Turbinenantrieb schießt so viel Wasser aus den Rohren, dass „er ohne das Tankfahrzeug nach einer Minute leer wäre“ weiß Christoph Wachholz, Leiter der Werkfeuerwehr. Zudem werfen die beiden stationären Hafenlöschanlagen Wasser auf die Brandstelle.

Auch die Alarm-Weitergabe und das Sperren der B 9 in Kooperation mit dem Werkschutz funktionieren tadellos. Denn spezielle Sensoren melden austretende Stoffe umgehend an die Leitstelle. „Nördlich und südlich des Hafens und der Werkstore wird das Sensorsignal an die beiden Ampeln geleitet, damit der Verkehr angehalten wird“, sagt Wachholz. Zusätzlich sperrt der Werkschutz die Straßen ab. Am Samstag war die B 9 etwa 20 Minuten lang gesperrt.

Neben dem Umgang mit dem Turbolöscher war diese Signalübermittlung Ziel der Übung. Sie erreicht auch alle öffentlichen Feuerwehren. Deshalb werden alle Informationswege getestet, die dem Zusammenspiel mit den Behörden und dem Rufen von Verstärkung dienen. Wachholz zieht ein positives Fazit: „Der Einsatz ist zur vollsten Zufriedenheit verlaufen.“

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