Fußball-Oberliga: SC Kapellen erwischt bei 1:3-Niederlage einen rabenschwarzen Tag.

Fußball-Oberliga: SC Kapellen erwischt bei 1:3-Niederlage einen rabenschwarzen Tag.
Keeper Oliver Seibert war machtlos bei den Gegentoren.

Keeper Oliver Seibert war machtlos bei den Gegentoren.

Brian Günther war an allen drei Treffern des TSV beteiligt.

Wilschrey, Bild 1 von 2

Keeper Oliver Seibert war machtlos bei den Gegentoren.

Kapellen/Meerbusch. Zwei Platzverweise, den ersten schon in der dritten Minute, dazu die Verletzung eines integralen Bausteins im Mannschaftsgefüge – viel schlimmer kann ein Fußballspiel eigentlich nicht verlaufen. Kein Wunder also, dass es Kapellens ansonsten so impulsivem Coach Toni Molina nach der bitteren 1:3 (1:1)-Niederlage seiner Oberliga-Fußballer beim VfB Homberg glatt die Sprache verschlagen hatte. „Dieses Spiel musst du nicht verlieren“, sagte er.

Platzverweise für die Kapellener Marcel Lüft und Tim Rubink

Damit lag der Spanier vollkommen richtig. Irgendwie lief auf dem tiefen und holprigen Rasenplatz im PCC-Stadion von Beginn alles schief für die Gäste: Bereits in der dritten Minute sah Marcel Lüft nach einer vermeintlichen Notbremse schon zum zweiten Mal in dieser Saison die Rote Karte. Eine harte Entscheidung, die Toni Molina ebenso wenig nachzuvollziehen vermochte wie SCK-Obmann Paul Rösgen: „Fingerspitzengefühl sieht anders aus, zumal noch zwei Abwehrspieler näher zum Tor standen.“ In Überzahl beherrschten die Hausherren den sichtlich geschockten Kontrahenten zunächst – und gingen nur zwei Minuten später nach einem höchst unzureichend verteidigten Eckstoß durch Metin Kücükarslan fast zwangsläufig in Führung. „Aber dem Eckball ging ein klares Foul an Tim Rubink voraus“, ärgerte sich Toni Molina.

Nach dem Rückstand kamen die Gäste jedoch besser zurecht, vergaben durch Marco Czempik (18.) und den sehr fleißigen Said Harouz (22.) erstklassige Torchancen. Dass Jan Bresser nach einer von Czempik hereingeschlagenen Ecke mit anschließender Kopfballvorlage von Marcel Koch zum Ausgleich abstaubte (39.), war darum verdient. Kurz zuvor hatte sich in Frederik Leufgen bereits der zweite Akteur der Fünferabwehrkette verletzt verabschiedet (35.).

Und es kam noch viel schlimmer für den SCK: In Hälfte zwei schoss Dennis Wibbe die bis dahin in Überzahl keineswegs sattelfesten Duisburger erneut in Front (50.), vier Minuten später sah Kapitän Tim Rubink nach einem unbedachten Hakler gegen Justin Bock im Mittelfeld die Gelbe Karte. Da es seine zweite war, schickte ihn der Schiedsrichter vom Feld. „Ich mache Tim keinen Vorwurf“, sagte Molina. Als der zur Pause eingewechselte Timo Welky im Nachklapp einer wiederum schlecht abgewehrten Ecke auf 3:1 für den VfB erhöhte (63.), war die Partie entschieden. Während sich Kapellen nun vor allem um Schadensbegrenzung bemühte, beließen es die Gastgeber dabei, den Vorsprung ohne Risiko über die Zeit zu verwalten. Fast noch mehr als die Niederlage grämten Toni Molina vor dem wichtigen Heimspiel gegen den SV Hönnepel/Niedermörmter am nächsten Sonntag die personellen Verluste.

TSV Meerbusch schießt drei Tore in 25 Minuten

Dem abstiegsgefährdeten TSV Meerbusch gelang mit dem 3:2 (3:1)-Erfolg beim Tabellenvierten SSVg Velbert eine Überraschung. Die Mannschaft sammelte damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Gäste lagen nach 25 Minuten schon mit 3:0 in Front. Mann des Tages war Brian Günther, der an allen drei Toren beteiligt war. Das 1:0 erzielte er selbst, nachdem er einen zu kurzen Rückpass auf den Velberter Torwart erlaufen hatte (9.). Die Treffer zum 2:0 und 3:0 durch Drilon Istrefi (24.) und Sergen Sezen (25.) bereitete Günther vor. Die Gastgeber verkürzten vor der Pause auf 1:3 (29.). Sergen Sezen hatte nach der Pause das 4:1 auf dem Fuß, vergab aber. Als die Gastgeber auf 2:3 (72.) verkürzten, wurde es noch einmal spannend. „Wir haben als Kollektiv gut gespielt. So langsam bekommen wir Konstanz in unser Spiel“, freute sich TSV-Trainer Wolfgang Jeschke.

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