Ihnen ging es wohl nicht nur um Geld, sondern auch um Zerstörung. Tresore wurden in Dormagen in letzter Zeit häufig gestohlen.

Ihnen ging es wohl nicht nur um Geld, sondern auch um Zerstörung. Tresore wurden in Dormagen in letzter Zeit häufig gestohlen.
Die Einbrecher hinterließen ein Bild der Verwüstung.

Die Einbrecher hinterließen ein Bild der Verwüstung.

Realschule

Die Einbrecher hinterließen ein Bild der Verwüstung.

Dormagen. Die blaue Tür mit der roten Klinke spricht Bände. Sie ist von riesigen Rissen durchzogen – unübersehbare Zeichen massiver Gewalteinwirkung. Und auch der verwüstete Raum im Verwaltungstrakt der Realschule am Sportpark, in dem nicht nur ein heilloses Durcheinander angerichtet wurde, sondern offenbar hingebungsvoll eine große Schweinerei mit Lebensmitteln angerichtet wurde, zeugt davon, dass es keine gewöhnlichen Einbrecher waren, die die Schule am Wochenende heimgesucht haben. Neben Geld ging es den Tätern ganz offensichtlich auch um den Spaß an Zerstörung und Randale. Unterm Strich stehen ein aufgehebeltes Fenster, mehrere schwer beschädigte Türen, ein Tresor, der aus der Wandverankerung gerissen und trotz seines erheblichen Gewichts (die Stadt sprach von etwa 300 Kilogramm) von den Einbrechern mitgenommen wurde – und eben erhebliche Verschmutzungen. Insgesamt ein hoher Schaden.

„Da war eine Menge sauberzumachen“, stellte auch Polizeisprecherin Daniela Dässel nach der Lektüre des Berichtes ihrer ermittelnden Kollegen fest. Die mögliche Tatzeit erstreckt sich auf mehrere Tage; sie lässt sich bisher nur auf den Zeitraum von vergangenem Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 6.30 Uhr, eingrenzen, als der Einbruch entdeckt worden war. Die Stadt hat Anzeige erstattet, diese liege der Polizei vor, bestätigte Dässel.

Auffällig: Der Diebstahl von Geldschränken hat in Dormagen offenbar gerade Hochkonjunktur. Der Fall in der Realschule am Sportpark war der vierte, der in den zurückliegenden knapp zwei Monaten bekannt geworden ist. Es ist allerdings der erste, bei dem die Diebe auch noch das Umfeld verwüsteten. Die Delikte im Überblick:

Zeitraum vom 4. bis 8. Oktober

Aus einem Reihenhaus an der Straße „In der Kuhtrift“ in Stürzelberg entwenden Unbekannte Geld und einen Tresor mit den Maßen 50 mal 60 Zentimeter

28./29. Oktober

Bei einem Einbruch in die Postfiliale am Mühlenbuschweg in Straberg verschwindet ein Tresor mit Geld und Unterlagen der Post. Die Täter müssen sich eines geräumigen Fahrzeugs bedient haben, um den Geldschrank abzutransportieren. Kurios: Ein Jogger findet den Tresor noch am 29. Oktober bei seiner Runde durch den Knechtstedener Wald.

3./4. November

Diesmal sind es spielende Kinder, die einen zuvor gestohlenen Geldschrank wiederfinden – samstags in einem Waldstück in der Nähe der Piwipper Straße in Rheinfeld. Er stammte aus einem Einbruch am 3. November an der Gneisenaustraße in Dormagen-Mitte

Hinweise zu allen Fällen an Tel. 02131/3000.

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