Bis Mittwoch sollen die Transformatoren auf der Neersener Straße umgeladen werden. Diese bleibt daher länger gesperrt.

Bis Mittwoch sollen die Transformatoren auf der Neersener Straße umgeladen werden. Diese bleibt daher länger gesperrt.
Einer der beiden 472 Tonnen schweren Transformatoren bleibt vorerst bei Kleinenbroich stehen. Auch diese Straße muss gesperrt bleiben. Fotos (2): cka

Einer der beiden 472 Tonnen schweren Transformatoren bleibt vorerst bei Kleinenbroich stehen. Auch diese Straße muss gesperrt bleiben. Fotos (2): cka

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Einer der beiden 472 Tonnen schweren Transformatoren bleibt vorerst bei Kleinenbroich stehen. Auch diese Straße muss gesperrt bleiben. Fotos (2): cka

Kaarst. Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Die Neersener Straße in Höhe des Kaarster Sees soll noch bis Mitte der Woche gesperrt bleiben. Der Verkehr wird weiterhin durch Vorst umgeleitet. Das sorgt vor allem zu den Stoßzeiten für lange Staus – auch Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel müssen mehr Zeit einplanen. Eigentlich sollte die Strecke heute Abend um 23 Uhr wieder freigegeben werden, doch noch immer blockiert eine überdimensionale Hydraulikbühne die gesamte Fahrbahn.

Das Umladen ist nötig, um die Bahnbrücke überqueren zu können

Mit Hilfe des Geräts sollen zwei 472 Tonnen schwere Strom-Transformatoren von einem 108 Meter langen Spezial-Wagen auf ein kürzeres Gespann umgeladen werden, damit der Schwertransport auf seiner Reise Richtung Meerbusch zum Rhein Lörick auch enge Kurven durchfahren kann. Doch erst vergangene Nacht erreichte der erste der beiden Trafos die Neersener Straße.

Das Problem: Auf einer Landstraße bei Kleinenbroich werden die Transformatoren genau umgekehrt verladen, also vom kleinen auf den 108 Meter langen Transporter. „Die Umladung ist nötig, damit wir fünf Brücken überqueren können – darunter auch die Brücke über der S-Bahnlinie Neuss-Mönchengladbach. Durch die vielen Achsen verteilt sich das Gewicht besser und schont die Bauwerke“, erklärt Olaf Weltz von der Schwertransport-Unternehmen Kahl aus Moers, die vor Ort mit der Firma Baumann kooperiert. Die Experten haben jedoch bei der Verladung des erstes Trafos festgestellt, dass es ein Problem mit dem Schwerpunkt innerhalb des erstes Trafos gibt. „Und das kurz bevor es in der Nacht zu Samstag losgehen sollte“, sagt Weltz. „Das ist sehr ärgerlich.“

Die Werte der hydraulischen Manometer seien nicht mit denen identisch gewesen, die der Hersteller der Trafos angegeben habe. Im schlimmsten Fall hätte der Transport, der am Donnerstagabend beim Rheydter Unternehmen General Electric Grid Solutions im Schritttempo vom Hof rollte, also in Schieflage geraten können. „Weil die S-Bahnlinie unterbrochen werden muss, wenn der Transport die Brücke passiert, müssen wir uns mit der Bahn absprechen und bekommen die Zeitfenster genau vorgegeben“, sagt Weltz. Er konnte das Schwerpunkt-Problem mit seinem Team mit Hilfe des Hydrauliksystems am Samstag wieder ausgleichen, so dass der erste Trafo vergangene Nacht um 1.30 Uhr zu seiner 9,7 Kilometer langen Reise Richtung Kaarst starten konnte.

Auf der Neersener Straße soll das Gerät heute auf das kleinere Fahrzeug zurückverladen werden. Der zweite Trafo, der eigentlich heute dran sein sollte, bleibt solange in Kleinenbroich stehen – und die dortige L 361 ebenfalls unterbrochen. „Wir wissen noch nicht genau, wann wir mit dem Transport des Zweiten beginnen können“, sagt Reinhard Treutler von der Firma Baumann, der für die Planung des Transports zuständig ist. Jetzt sollen die Behörden und vor allem die Bahn mit ins Boot geholt werden – schließlich hat das Gewichtsproblem den Zeitplan über den Haufen geworfen.

Ein möglicher Termin für den Transort könnte die Nacht von Dienstag auf Mittwoch sein. „Vorausgesetzt die Bahn gibt uns die Freigabe“, sagt Weltz. Für ihn bedeutet dieser Schwertransport, der Mitte Dezember in Niedersachsen enden soll, übrigens alles andere als Routine: „Das ist etwas sehr Außergewöhnliches. Mir ist kein anderer Transport so schwerer Trafos bekannt, der auf 44 Achslinien über öffentliche Straßen rollt.“

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