Die neuen Kurse von DRK, Diakonie, Awo und Familienforum sollen bei der Entwicklung des Kindes helfen und sind nahezu kostenlos.

Die neuen Kurse von DRK, Diakonie, Awo und Familienforum sollen bei der Entwicklung des Kindes helfen und sind nahezu kostenlos.
Vier Träger starten das Projekt „Unsere erste Gruppe“. Dieser Eltern-Baby-Kurs richtet sich an Familien mit Kindern unter einem Jahr.

Vier Träger starten das Projekt „Unsere erste Gruppe“. Dieser Eltern-Baby-Kurs richtet sich an Familien mit Kindern unter einem Jahr.

Familienforum

Vier Träger starten das Projekt „Unsere erste Gruppe“. Dieser Eltern-Baby-Kurs richtet sich an Familien mit Kindern unter einem Jahr.

Neuss. Das erste Lebensjahr ist entscheidend für Mutter, Vater und Baby. Vom hilflosen Neugeborenen bis zum ersten eigenen Schritt erfolgt in diesen ersten zwölf Monaten eine rasante Entwicklung. Für Eltern oft eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit. Um sie bei den ersten Entwicklungsschritten ihres Babys zu unterstützen, geht mit dem Projekt „Unsere erste Gruppe“ ein neues Angebot der Familienbildung in Neuss an den Start.

Alle Familien mit Baby im ersten Lebensjahr, die in Neuss wohnen, können nahezu kostenlos an einem Eltern-Baby-Kurs teilnehmen. Lediglich eine Materialumlage von einem Euro pro Kurstag wird erhoben. Die Stadt Neuss unterstützt dieses Angebot mit 25 000 Euro pro Jahr.

„Die Eltern-Baby-Kurse an sich sind nicht neu“, erklärt Joachim Braun, Geschäftsführer des Familienforums Edith Stein. Diese bieten die vier Träger – neben dem Familienforum sind das die Diakonie, die DRK-Familienbildung und die Arbeiterwohlfahrt (Awo) – bereits seit Jahren an. „Neu ist jedoch, dass wir uns unter der Dachmarke ‚Unsere erste Gruppe’ vernetzt haben und die Stadt die Kursgebühr übernimmt“, erklärt Braun. Die Stadt wolle so ein Zeichen setzen für die Unterstützung junger Familien, aber auch aufwendige Hilfeleistungen vermeiden, indem bereits frühzeitig mögliche Schwierigkeiten in Familien erkannt werden.

„Das Angebot richtet sich nicht ausschließlich an sozialschwache Familien, sondern an alle Neusser Eltern mit Babys unter einem Jahr.“

Heidi Kreuels, Diakonie

„Das Angebot richtet sich nicht ausschließlich an sozialschwache Familien, sondern an alle Neusser Eltern mit Babys unter einem Jahr“, erklärt Heidi Kreuels von der Neusser Diakonie. Flyer mit entsprechenden Gutscheinen für die Teilnahme an den Kursen mit etwa zehn Terminen wurden mit einer Auflage von 10 000 Stück gedruckt und liegen jetzt in Kitas, Bürgerzentren, Begegnungsstätten, Kirchengemeinden, gynäkologischen Praxen und Krankenhäusern aus.

„Bislang erreichen wir etwa 20 bis 25 Prozent der Familien mit unseren Kursen“, sagt Braun. In den kommenden drei Jahren werde eine Quote von 50 Prozent angepeilt. Bülent Öztas, Geschäftsführer der Neusser Awo, fügt hinzu: „Wir wollen erreichen, dass dieses Angebot in Derikum genauso bekannt wird wie auf der Furth.“

Spielen und Singen gehören ebenso zum Inhalt wie Ernährungstipps

Bei jährlich durchschnittlich 1500 Geburten in der Stadt Neuss könnten somit künftig etwa 750 der Neugeborenen an einem der Eltern-Baby-Kurse teilnehmen. Das wären etwa 75 Gruppen pro Jahr. Gemeinsames Spielen und Singen sowie Babymassagen sind ebenso Inhalt der Kurse wie Tipps rund ums Stillen, zu Ernährung und Körperpflege. „Zudem bieten wir zum Abschluss einen Familienvormittag an“, sagt Kreuels, die selbst Leiterin von Eltern-Baby-Kursen ist.

„Die 90 Minuten pro Kurs bieten Eltern aber auch die Möglichkeit, sich mal fallen zu lassen und mit anderen auszutauschen“, sagt Karin vom Kothen vom DRK. „Denn die ersten Kontakte zwischen Familien mit Babys sind häufig prägend und eigene, private Netzwerke werden so aufgebaut“, weiß Braun. Daher werde bei den Anmeldungen darauf geachtet, dass die Kinder vom Alter her dicht beieinanderliegen, erklärt Kreuels. Auch eine passende Zusammensetzung der Gruppen werde beachtet. Ob und wie gut das neue Projekt „Unsere erste Gruppe“ angenommen wird, wird jährlich überprüft.

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