Ein Kunstwerk des britischen Bildhauers könnte der Stadt zu internationalem Renommee verhelfen.

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Nach dem Großprojekt „Brücken über den Nordkanal“ freut sich der Förderverein auf die Zusammenarbeit mit Tony Cragg.

Nach dem Großprojekt „Brücken über den Nordkanal“ freut sich der Förderverein auf die Zusammenarbeit mit Tony Cragg.

Nach dem Großprojekt „Brücken über den Nordkanal“ freut sich der Förderverein auf die Zusammenarbeit mit Tony Cragg.

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Nach dem Großprojekt „Brücken über den Nordkanal“ freut sich der Förderverein auf die Zusammenarbeit mit Tony Cragg.

Kaarst. Eine kleine Sensation ist perfekt, als sich Markus Albiez, Vorsitzender des Fördervereins Kunst am Bodendenkmal Nordkanal, am Freitag nach einem Besuch bei Tony Cragg in Düsseldorf wieder auf den Heimweg nach Kaarst macht. Denn schon bald könnte an der Fußgängerbrücke am Nordkanal zur Haltestelle Erftstraße hin ein Kunstwerk des Wuppertaler Bildhauers für Furore sorgen.

"Der Erstkontakt war sehr positiv. Wir haben eine gute Zusage, dass er es machen wird", freut sich Albiez nach dem Besuch bei Cragg. Der aus Liverpool stammende Bildhauer und Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie wird zunächst einen kostenlosen Entwurf erarbeiten, mit Hilfe von Sponsoren soll das Projekt dann finanziell verwirklicht werden. Cragg ist mit seinen wuchernden Skulpturen, die sich schwungvoll in die Höhe winden, berühmt geworden. Galeristin Brigitte Splettstößer hat Förderverein und Künstler zusammengebracht. "Wir sind gespannt und freuen uns sehr", sagt Albiez.

Experiment Skulptur: Ein Gesicht, das erscheint und wieder verschwindet

Für Kaarst wünscht sich der Förderverein eine Bronze-Stele, die etwa acht Meter hoch ist, deren perspektivisch verzerrte Silhouette hinter Wasserwellen ein Gesicht offenbart. Bis zu einem Jahr dauert es, bis eine meterhohe Skulptur fertig ist. Die Modelle werden in einer Gießerei endgültig "geboren", ehe der Betrachter in den geometrischen Formen ein Gesicht entdecken kann. "Die Idee ist nicht willkürlich gewählt. Die Skulptur wäre eine logische Fortsetzung der Kaarster Kunst", meint Albiez.

Aber auch an den "Brücken über den Nordkanal" ist Neues geplant: Schon in den nächsten Wochen soll das Brückenprojekt nachts mit 28 Halogenlampen atmosphärisch in Szene gesetzt werden. Die Regiobahn übernimmt die Finanzierung der Licht-Installation, die von einer Düsseldorfer Designerin umgesetzt wird. Die laufenden Kosten von etwa 300 bis 400 Euro im Jahr übernimmt der Förderverein, der auf Sponsoren angewiesen ist. Die Spots werden auf halber Höhe des Kunstwerks angebracht. "Wir wollen einen Hinweis geben. Es soll sich lohnen, noch einmal bei Tageslicht vorbei zu kommen", sagt Albiez. Die Aktion ist mit Künstler Wilhelm Schiefer abgestimmt.

Vier Mal im Jahr wird nun neuerdings auch ein Kaarster Gartenbauunternehmen das grüne Umfeld der "Brücken" pflegen.

www.bodendenkmal-nordkanal.de

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