Stadtwerke wollen weiter modernisieren und das Angebot ausweiten.

Stadtwerke wollen weiter modernisieren und das Angebot ausweiten.
Florian Stein von den Stadtwerken hatte die neue Funktion kurz vor dem Start persönlich getestet. Archiv

Florian Stein von den Stadtwerken hatte die neue Funktion kurz vor dem Start persönlich getestet. Archiv

Woitschützke

Florian Stein von den Stadtwerken hatte die neue Funktion kurz vor dem Start persönlich getestet. Archiv

Neuss. Seit Ende August sind die beiden neuen WLAN-Busse der Stadtwerke auf verschiedenen Routen im Stadtgebiet im Einsatz. Die Fahrgäste können dabei kostenfrei und ohne Beschränkung das On-Board-WLAN-Angebot nutzen. Ein mobiler LTE-Zugangspunkt sorgt für die Datenverbindung während der Fahrt. Die zunächst auf drei Monate anberaumte Testphase wird nun auf unbestimmte Zeit verlängert, wie Stadtwerke-Sprecher Jürgen Scheer jetzt mitteilte. „Danach entscheiden wir, inwieweit wir das Angebot ausweiten“, sagt Scheer.

Die Fahrgäste haben das Angebot nicht überstrapaziert

Die ersten Auswertungen haben ergeben, dass die durchschnittliche Log-in-Zeit 24 Minuten pro Nutzer und Tag betrug. Das täglich genutzte Datenvolumen lag durchschnittlich bei 42 Megabyte (MB) pro Nutzer. Im weiteren Verlauf der Testphase soll das Datenvolumen jedoch auf 100 MB pro Endgerät und Tag gedrosselt werden. „Es gab einen Fall, da hat sich jemand zwei Gigabyte heruntergeladen“, sagt Scheer. Solche Ausreißer sollen mit der Drosselung in Zukunft verhindert werden. Vor dem Start der Internet-Busse hatte die Geschäftsführung der Stadtwerke noch betont, dass außerordentliche Datenmengen bei einer Busfahrt von einzelnen Nutzern ohnehin nicht verbraucht würden, da die durchschnittliche Verweildauer bei einer Fahrt zwischen zehn und 13 Minuten liege.

Knapp 600 000 Euro haben die Stadtwerke in die Busmodernisierung in diesem Jahr investiert. Die beiden neuen Niederflurgelenkwagen mit Internet-Funktion sind jeweils 18 Meter lang. Die Stadtwerke haben die Modernisierung ihrer Busflotte in den vergangenen Jahren vorangetrieben und erneut Busse mit sogenannten Euro-6-Motoren angeschafft. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung mit anderen niederrheinischen Verkehrsunternehmen hatte sich der polnische Hersteller Solaris durchgesetzt. Die Busse verfügen über eine weiße LED-Innenbeleuchtung sowie weiße Innen- und Außenanzeigen in LED-Technik. Zudem haben sie eine grüne Abgasplakette und im hinteren Teil („Hinterwagen“) einen zusätzlichen Mehrzweckplatz, der als zweiter Kinderwagenplatz ausgewiesen ist.

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