Die Kreispolizeibehörde und der Bürgerschützenverein unterzeichneten am Montag einen Kooperationsvertrag.

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Von links: Präsident Rudolf Broens (sitzend), Landrat Dieter Patt, Vize-Präsident Günter Piel (v.l. stehend), Heinz Hellwig vom Kommissariat Vorbeugung, Detlev Fox und Berhard Wöltgen.

Von links: Präsident Rudolf Broens (sitzend), Landrat Dieter Patt, Vize-Präsident Günter Piel (v.l. stehend), Heinz Hellwig vom Kommissariat Vorbeugung, Detlev Fox und Berhard Wöltgen.

Uli Engers

Von links: Präsident Rudolf Broens (sitzend), Landrat Dieter Patt, Vize-Präsident Günter Piel (v.l. stehend), Heinz Hellwig vom Kommissariat Vorbeugung, Detlev Fox und Berhard Wöltgen.

Grevenbroich. Die Kreispolizeibehörde arbeitet in Zukunft bei der Verbrechenprävention eng mit dem Bürgerschützenverein (BSV) Wevelinghoven zusammen. Am Montag unterzeichneten Landrat Dieter Patt und BSV-Präsident Rundolf Broens einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Dieter Patt, als Landrat auch Leiter der Kreispolizeibehörde, betrachtet die Kooperation als Garant für mehr Sicherheit, die ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor sei. Anders als in früheren Jahrhunderten sollen die Schützen nicht eigenhändig für Ruhe und Ordnung sorgen.

Statt klassischer Polizeiaufgaben übernehmen sie den Part der aufmerksamen Bürger und scheuen sich nicht, bei Bedarf die Polizei zu alarmieren. "Gerade Schützen sind in dieser Hinsicht verlässliche Partner", so Patt.

Mit der Kooperation will die Polizei eine breite Öffentlichkeit erreichen. Die Schützenvereine seien als Spiegelbild der Gesellschaft besonders lohnende Ansprechpartner, ist Heinz Hellwig vom Kriminalkommissariat Vorbeugung überzeugt:

"Dort sind Akademiker und Facharbeiter, junge Menschen und Senioren vertreten." Schwerpunkte liegen in den Bereichen Nachbarschaftshilfe und Zivilcourage, aber auch bei Alltagsfragen wie: "Was muss ich beachten, wenn mein Kind im Internet chattet?"

900 Mitglieder nahmen den Vorschlag einstimmig an

Bei der Generalversammlung im Mai haben die 900 Mitglieder den Vorschlag einstimmig angenommen. "Dabei sind Schützen eigentlich eher träge. Sie vermuten immer, es kommt eine Aufgabe auf sie zu", räumt BSV-Vize Günter Piel schmunzelnd ein.

Indes können die Wevelinghovener schon jetzt einen ersten Erfolg verzeichnen: "Durch die deutliche Polizeipräsenz auf dem Kirmesplatz ist es am Schützenfest-Samstag trotz 10.000 Besuchern merklich ruhiger geblieben als in früheren Jahren."

Als nächste Aktion organisieren die Schützen einen Beratungs-Nachmittag für Senioren. Dazu laden sie einen Fachmann der Polizei ein, der Tipps zum Schutz vor Einbrechern und Trickdieben an der Haustür gibt.

Schon 2007 hatte die Kreispolizeibehörde eine ähnliche Vereinbarung mit den großen Schützenverbänden der Region abgeschlossen. Der BSV Wevelinghoven gehört zu den ersten Vereinen im Stadtgebiet, die das Modell übernehmen. Weitere sollen bald folgen.

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