Die Polizei ermittelt, was sich am Samstag abgespielt hat. Zwei Männergruppen sollen sich wegen einer Ruhestörung geprügelt haben.

Grevenbroich. Nachdem am Samstag viele Grevenbroicher einen entspannten Abstecher zur Apfelwiese gemacht hatten, wurde es dort später am Abend ziemlich ungemütlich. Der Grund: Gegen 22.10 Uhr gerieten zwei Gruppen, bestehend aus jungen Männern, aneinander. Der Streit eskalierte – und es flogen die Fäuste. Der Abend endete für einige der Beteiligten im Krankenhaus. „Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der wechselseitigen und gefährlichen Körperverletzung“, teilt Polizeisprecherin Daniela Dässel zu den Vorfällen mit.

Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen sind acht Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Die Polizei schließt allerdings nicht aus, dass noch mehr Personen in den Vorfall involviert waren. „Die Aussagen der Beteiligten, was sich genau auf der Apfelwiese zugetragen hat, weichen stark voneinander ab“, sagt Dässel. Die Polizei sei von Mitgliedern einer der beiden Gruppen alarmiert worden und traf diese schließlich auch auf der Apfelwiese an. Diese hätten den Beamten mitgeteilt, dass sie von einer anderen Gruppe attackiert worden seien. „Vermeintlich wegen einer Ruhestörung entbrannte ein Streit zwischen den Männern“, sagt Dässler über die Streitursache. Auf ein Wort sei das andere gefolgt, bis die Situation eskalierte. „Als die Kontrahenten aufeinander losgingen, kamen dabei angeblich auch Glasflaschen und eine Fahrradkette zum Einsatz“, berichtet Daniela Dässel.

„Als die Kontrahenten aufeinander losgingen, kamen angeblich Glasflaschen und eine Fahrradkette zum Einsatz.“

Daniela Dässel, Polizeisprecherin

Von der Gruppe an der Apfelwiese am Stadtpark erfuhren die Beamten, dass sich die anderen Beteiligten in Richtung Krankenhaus entfernt hatten. Dort trafen die Polizisten die Männer schließlich auch an. Sie hatten sich wegen „leichter bis schwerer Verletzungen“ teilweise in medizinische Behandlung begeben. „Die Männer im Krankenhaus stellten den Sachverhalt ganz anders dar als zuvor von der ersten Gruppe geschildert“, sagt Dässel. Die Eskalation sei von der sich noch auf der Apfelwiese befindlichen Gruppe ausgegangen.

Um den Sachverhalt und die widersprüchlichen Aussagen der Beteiligten aufklären zu können, bittet das Kriminalkommissariat unter der Rufnummer 02131 3000 um Hinweise von Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. kron

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