Nach eineinhalb Jahren Bauzeit sind Anfang des Jahres 125 Kinder in die Kita an der Bussardstraße eingezogen.

Kaarst. In Sachen Schallschutz hat der Architekt anscheinend gute Arbeit geleistet. Immerhin verbringen in der neuen Kindertagesstätte an der Bussardstraße insgesamt 125 Kinder ihren Tag, doch vom Trubel ist nichts zu hören. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Kleinen hochkonzentriert basteln und malen.

Die Kita setzt Schwerpunkte auf Kunst und Kreativität

Ein Gruppenraum ist das große Atelier, ein anderer das Theater mit Bühne und Vorhang, ein weiterer besitzt eine eigene Küche für gemeinsame Back- und Kochaktionen. Zurzeit sind die vielen leeren Kartons eines der beliebtesten Spielzeuge im Haus, denn immer noch kommen regelmäßig Lieferungen für die neue Ausstattung an. Anfang des Jahres ist die Kindertagesstätte in das Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Grundschule eingezogen. Der Umbau dauerte rund eineinhalb Jahre und kostete die Stadt Kaarst mehr als vier Millionen Euro. Das zweigeschossige Gebäude wurde kernsaniert, der Eingangsbereich abgerissen und zu einem gläsernen Foyer umgestaltet. Der Außenbereich wartet nun noch auf die letzten Pflanzarbeiten und Spielgeräte. Der Einzug erfolgte über den Jahreswechsel – und ging erstaunlich ruhig über die Bühne, sagt Leiterin Anne-Katrin Schlott. „Wir haben uns alle darauf gefreut und das Team konnte sich schließlich eineinhalb Jahre darauf vorbereiten.“ Leiterin Anne-Katrin Schlott verfolgt mit ihrem Team das Konzept der „offenen Arbeit“. Die Räume mit ihren verschiedenen Themenbereichen stehen allen Kindern zur Verfügung, so dass sich die insgesamt sechs Gruppen der Einrichtung immer wieder miteinander vermischen.

Die Teilhabe am gesamten Geschehen in der Kita ist ein zentraler Gedanke in der Förderung der Kinder. „Sie sollen von Anfang lernen, die Demokratie zu leben. Wir ermuntern sie zu ihrem Recht auf eine eigene Meinung, ohne dass dabei jedoch die natürliche Autorität der Erzieherinnen untergraben wird“, erklärt Anne-Katrin Schlott.

So haben alle Gruppen einen Sprecher gewählt und einmal die Woche tagt der Kinderrat. Das Spielen und Toben nimmt weiterhin einen wichtigen Raum ein, doch die Kita-Leiterin möchte mit ihrem selbst entwickelten Schwerpunkt „Kulturtechniken“ die Kinder auf die allgemeinen Herausforderungen des Alltags vorbereiten. Dazu gehören Backen und Gärtnern genauso wie das Erlernen des richtigen Umgangs mit Geld.

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