Interfraktionelle Arbeitsgruppe tagte in einer Sondersitzung: Bedauern über den Ausstieg der Düsseldorfer.

Heinz Runde: Der Stadtwerke-Chef weiß jetzt: Der Partner kommt aus Essen oder Köln.
Heinz Runde: Der Stadtwerke-Chef weiß jetzt: Der Partner kommt aus Essen oder Köln.

Heinz Runde: Der Stadtwerke-Chef weiß jetzt: Der Partner kommt aus Essen oder Köln.

Heinz Welter: Der Moderator der Arbeitsgruppe verlor zeitweise die Contenance.

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Heinz Runde: Der Stadtwerke-Chef weiß jetzt: Der Partner kommt aus Essen oder Köln.

Neuss. Die Düsseldorfer Stadtwerke wollen nicht mehr Partner der Neusser werden, Rheinenergie Köln und RWE haben gestern ihre Angebote für einen Einstieg bei den Neusser Stadtwerken zu einem Anteil von 24,9 Prozent abgegeben. Das ist aktueller Stand in der hektischen letzten Phase bei der Suche nach einem Stadtwerke-Partner.

Einen Tag nach der abendlichen Sondersitzung der interfraktionellen Arbeitsgruppe "Zukunft der Stadtwerke" fasst man sich dort kurz: Man bedauert den Ausstieg der Düsseldorfer Stadtwerke, erinnert daran, dass die drei Bewerber stets gleich behandelt wurden und hat im übrigen Stillschweigen vereinbart. Die Teilnehmer sind sichtlich bemüht, zu einem geordneten Verfahren zurückzukehren.

In der Sitzung wurden die Abläufe der letzten Tage, die zu heftigen Irritationen geführt hatten, rekonstruiert. Auslöser war eine von Neusser Seite geforderte Stimmbindungsvereinbarung von SWN und Thüga, die 15 Prozent an den Stadtwerken hält:

So sollte verhindert werden, dass der künftige Partner mit der Thüga über einen Anteil verfügt, mit dem zwar nichts zu gestalten, aber Satzungsänderungen zu blockieren gewesen wären. Das lief unter dem Arbeitstitel "ABS".

Die drei Partner waren nicht begeistert. RWE und Rheinenergie drängten auf Nachverhandlungen - Düsseldorf stieg aus. Am Donnerstag informierten die Düsseldorfer Stadtwerke das mit den Verhandlungen beauftragte Beratungsbüro Deloitte, kurz darauf erreichte sie der Hinweis, die Neusser beharrten nicht auf der Stimmbindung. Ein ohnehin terminierter Verhandlungstermin am Freitag wurde hinfällig.

Alle Beteiligten agieren vorsichtig, ist doch zu dem gesamten Bieterverfahren Stillschweigen vereinbart. Die Begründung von Düsseldorfer Seite allerdings, man habe sich wegen der Stimmbindung aus dem Bieterkreis verabschiedet, findet zunehmend weniger Glauben.

Mit großer Mehrheit wurde in der Arbeitsgruppe vereinbart, die Verhandlungen mit den beiden verbliebenen Bewerbern weiterzuführen. Am 3. Juni tagt die Gruppe wieder, dann wird Deloitte seine Bewertung vorstellen. Ein Empfehlung der Arbeitsgruppe für den Rat, wie ursprünglich geplant, wird es wohl nicht geben. Die Entscheidung fällt - aller Voraussicht nach - am 26. Juni.

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