Knappe Wiederwahl mit 31 zu 30 Stimmen.

Neuss. Denkbar knapp ist am Freitagabend Christiane Zangs (54, Foto) als Beigeordnete für Schule und Kultur wiedergewählt worden. Mit Ja stimmten 31 Stadtverordnete, 30 votierten dagegen. Es gab keine Enthaltungen und keine ungültigen Stimmen. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Koalitionspartner CDU und FDP auf die Wiederwahl geeinigt. Auch die Fraktion UWG-Zentrum erklärte vor der geheimen Wahl, sie werde ihre zwei Stimmen Christiane Zangs geben. Rein rechnerisch hat damit die Koalition von CDU und FDP nicht geschlossen für die Beigeordnete gestimmt.

SPD-Fraktionschef Reiner Breuer hatte angekündigt, man werde nicht für die Wiederwahl stimmen – unabhängig von der Person der Beigeordneten. Hintergrund ist ein Streit um das Vorschlagsrecht zur Besetzung der Beigeordnetenstellen, der höchsten Verwaltungsmitarbeiter nach dem Bürgermeister.

Beigeordnete werden für acht Jahre vom Rat gewählt. In den meisten Kommunen haben sich die Fraktionen mehr oder weniger genau auf Vorschlagsrechte verständigt. In Neuss ist nach dem Ausscheiden des Ordnungsdezernenten Ernst-Horst Goldammer, dessen Stelle eingespart wurde, die Opposition nicht mehr in der Verwaltungsspitze „vertreten“.

Nun scheidet ein weiterer Beigeordneter zum Jahresende aus: Auch die Stelle von Horst Ferfers, darauf haben sich CDU und FDP in Zusammenhang mit der Zangs-Wahl geeinigt, soll endgültig gestrichen werden.

Erleichtert, wenn auch nicht zufrieden zeigte sich CDU-Fraktionschef Jörg Geerlings gestern Abend. uda

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