Im Realschulgebäude an der Bergheimer Straße sollen eine Grundschule, eine Kita und Teile der VHS unterkommen. Ab den Sommerferien zieht die Diedrich-Uhlhorn-Schule aus.

Im Realschulgebäude an der Bergheimer Straße sollen eine Grundschule, eine Kita und Teile der VHS unterkommen. Ab den Sommerferien zieht die Diedrich-Uhlhorn-Schule aus.
Noch wird das Gebäude als Standort der Diedrich-Uhlhorn-Realschule genutzt.

Noch wird das Gebäude als Standort der Diedrich-Uhlhorn-Realschule genutzt.

Lothar Berns

Noch wird das Gebäude als Standort der Diedrich-Uhlhorn-Realschule genutzt.

Grevenbroich. Im Sommer ist Schluss – zum Ende des Schuljahres gibt die Diedrich-Uhlhorn-Realschule ihren Standort Bergheimer Straße auf, die letzten vier Klassen ziehen nach Wevelinghoven um. Damit stellt sich die Frage, was mit dem Komplex am Grevenbroicher Schulzentrum passiert. „Es darf keinen jahrelangen Leerstand geben, bei dem die Immobilie allmählich verfallen würde“, betont Bürgermeister Klaus Krützen. Die Stadt holt Pläne für ein Bildungszentrum mit Grundschule, Kita und Teilen der Volkshochschule (VHS) aus der Schublade. Einen Zeitplan zur Realisierung nennt Krützen nicht, doch: „Wir wollen das Projekt in diesem Jahr auf den Weg bringen.“

„Wir wollen das Projekt in diesem Jahr auf den Weg bringen.“

Klaus Krützen, Bürgermeister

Es handelt sich um den zweiten Anlauf. Vor etwa einem Jahr plante die Verwaltung den Umbau des Komplexes mit rund 30 Klassen- und Fachräumen auf 6500 Quadratmetern zum Bildungszentrum – und wollte dafür ein mittlerweile ausgelaufenes Förderprogramm nutzen. Laut Krützen stießen die Pläne in der Politik auf Zustimmung, doch die Stadt konnte den Eigenanteil – rund drei Millionen Euro – nicht stemmen. „Mit der aktuellen Entscheidung, die neue Feuerwache zu mieten, haben wir Handlungsspielraum für andere Investitionen gewonnen“, sagt Krützen. Er und Erster Beigeordneter Michael Heesch sehen Handlungsbedarf. „Das Gebäude der Kita Hartmannweg weist erhebliche bauliche Mängel auf. Und die Schule St. Martin ist zu klein. Auf dem Hof stehen bereits Container, Erweiterungsmöglichkeiten fehlen“, sagt Heesch. Viele Klassen seien bei der Schülerzahl an der oberen Grenze angelangt, bei der Offenen Ganztagsgrundschule „stehen fünf Kinder auf der Warteliste“. Der Umzug zur Bergheimer Straße „würde uns die Möglichkeit bieten, die Schule auf drei Züge zu erweitern“ sagt Heesch. In der Kita könnte eine sechste Gruppe eingerichtet werden. In einem weiteren Schritt ist der Umzug der VHS-Verwaltung weg von der Stadtparkinsel geplant. Die Kurse sollen weiter im VHS-Haus ebenfalls an der Bergheimer Straße laufen.

Kosten für den Umbau nennt die Verwaltung noch nicht. Vor einem Jahr war von zehn Millionen Euro die Rede. Doch „die Pläne haben sich geändert, damals war etwa ein Anbau vorgesehen“, sagt Heesch.

Der Umzug von Schule und Kindergarten steht in Zusammenhang mit der Planung für den Bereich Graf-Kessel-Straße, doch Krützen erklärt: „Wir müssen für die Grundschule und die Kita ungeachtet dieser Pläne handeln.“ Für die Gestaltung des Areals an der Erft werde es einen Bürger-Dialog geben. Die Schützen haben bereits betont, dass sie den Kirmesplatz an der Graf-Kessel-Straße erhalten wollen.

Unklar ist, ob der Realschulkomplex nach dem Sommer komplett leer stehen wird. Zurzeit sind dort auch 200 Achtklässler der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule untergebracht, da an der Parkstraße Räume wegen Phenol-Belastung gesperrt sind. Wann dieses Provisorium endet, steht nicht fest. „Das Gutachten zur Sanierung ist noch nicht fertig“, sagt Heesch. Mehrere Punkte müssten noch geprüft werden, etwa ob neben Fußböden auch Wände betroffen sind.

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