Basketballkörbe, Grillplätze, Spielfelder: Das Freizeitangebot für junge Leute soll verbessert werden. Dazu hat die Stadt eine Arbeitsgruppe erstellt. Die Pläne sollen im Sommer vorliegen.

Basketballkörbe, Grillplätze, Spielfelder: Das Freizeitangebot für junge Leute soll verbessert werden. Dazu hat die Stadt eine Arbeitsgruppe erstellt. Die Pläne sollen im Sommer vorliegen.
Eine Idee: Die Skate-Anlage wird von der Graf-Kessel-Straße in den Jugend-Park verlegt, der hinter der Spielspinne entstehen soll.

Eine Idee: Die Skate-Anlage wird von der Graf-Kessel-Straße in den Jugend-Park verlegt, der hinter der Spielspinne entstehen soll.

Lothar Berns

Eine Idee: Die Skate-Anlage wird von der Graf-Kessel-Straße in den Jugend-Park verlegt, der hinter der Spielspinne entstehen soll.

Grevenbroich. Die Rathaustreppe ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Auch auf den Stufen vor dem Portal von St. Peter und Paul versammeln sich häufig junge Leute, vor allem während der warmen Jahreszeit. Doch eine Stadt wie Grevenbroich müsse mehr zu bieten haben, meint CDU-Fraktionsvize André Dresen. Er hat die Stadtverwaltung aufgefordert, nach Plätzen zu suchen, die Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden können – „etwa fürs sommerliche Grillen oder für Freizeitsport-Aktivitäten“.

„Die Jugendlichen sollen auch mal spontan ihre Koteletts auf Holzkohlegrills legen können.“

Birgit Schikora, Jugendamtsleiterin

Dieser Auftrag wird jetzt abgearbeitet. Im Rathaus ist eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe gebildet worden, die einen neuen Spiel- und Freizeitflächenplan für die Stadt entwickelt. „Dessen Ziel ist es, den Bedürfnissen von jungen Leuten künftig eine deutlich größere Gewichtung bei der Stadtplanung einzuräumen, als das bisher der Fall war“, sagt Jugendamtsleiterin Birgit Schikora. Grevenbroich soll damit ein Stück kinder-, jugend- und familienfreundlicher werden.

Ein Teil dieses neuen Plans, der voraussichtlich noch vor den Sommerferien – spätestens danach – vorgelegt werden soll, sind die von der CDU geforderten Treffpunkte. Die sollten nach Möglichkeit nicht quer durch die City verstreut, sondern an einem Ort zusammengelegt werden, sagt Birgit Schikora: „In einem Jugend-Park.“ Der könnte nach derzeitigen Überlegungen hinter der großen Spielspinne am Flutgraben entstehen.

„Dort gibt es bereits die Dirt-Bahn für BMX-Fahrer“, sagt die Jugendamtsleiterin. Dieses Angebot sei ausbaufähig. etwa um die heute an der Graf-Kessel-Straße stehende Skate-Anlage, um neue Basketballkörbe oder ein Volleyballspielfeld. Sitzgelegenheiten zum „Abhängen“ sollen ebenso zu einem Jugend-Park gehören wie Holzkohlegrills, „auf die junge Leute auch mal spontan ihre Koteletts legen können, ohne sich dafür gleich vier Wochen im Voraus im Rathaus anmelden zu müssen“, sagt Birgit Schikora.

Das alles sind noch Überlegungen. Konkreter soll in die Planung eingestiegen werden, sobald eine Umfrage ausgewertet worden ist, die der Jugendrat vor zwei Wochen im Rahmen seines „World Cafés“ in der Alten Feuerwache gestartet hat. Rund 100 junge Grevenbroicher sind befragt worden, wie sie ihre Freizeit am liebsten in der Stadt verbringen möchten. „Das Ergebnis wollen wir abwarten“, meint die Amtsleiterin: „Wir wollen ja nichts schaffen, das nachher nicht von der Zielgruppe angenommen wird.“

Politik fordert das letzte Wort bei der Standortentscheidung

Für die von der CDU geforderten Flächen sind finanzielle Mittel von 10 000 Euro in den Haushalt 2017 aufgenommen worden. „Damit wurde erstmals seit vielen Jahren wieder Geld für Jugend-Projekte zur Verfügung gestellt“, sagt Heike Troles, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses: „Der Betrag ist zwar nicht allzu hoch, aber damit lässt es sich planen.“ Das Gelände hinter der Spielspinne sei ihrer Meinung nach ideal, aber „besser als die Apfelwiese, wo es Beschwerden von Nachbarn und Naturschützern geben dürfte“. Eine Standortentscheidung, so meint Troles, dürfe aber nicht ohne den Jugendrat getroffen werden: „Der muss das letzte Wort haben.“

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