Grevenbroich. Die Stadt Grevenbroich wird die Planungen für ein interkommunales, 15 Hektar großes Gewerbegebiet mit Rommerskirchen erst einmal nicht weiter verfolgen. Zu diesem Entschluss sei die Verwaltung in Absprache mit der Nachbargemeinde gekommen, sagt Ralf Müller, Leiter des Bürgermeisterbüros. Der Grund: Die Verhandlungen mit einem der Grundstückseigentümer kommen nicht voran.

Möglich ist, dass das Gebiet in Zukunft noch mal infrage kommt

Ganz aufgegeben sei das Vorhaben in der Nähe des Neurather BoA-Kraftwerks damit aber nicht, sagt Müller. Er hält es für möglich, dass das Gebiet – in einem etwas anderen Zuschnitt – auf die Tagesordnung des neuen Planungsverbundes kommen wird, zu dem sich Grevenbroich unlängst mit den Kommunen Rommerskirchen, Bedburg, Jüchen, Bergheim und Elsdorf zusammengeschlossen hat.

Mit Blick auf den Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier haben sich die sechs Kommunen unter anderem die regionale Gewerbeflächenentwicklung auf die Fahnen geschrieben. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Fläche in diesem Zusammenhang in ein, zwei Jahren wieder zur Sprache kommen wird“, sagt Müller: „Eventuell lässt sich das Gebiet im Zusammenspiel mit den anderen Kommunen so verlegen, dass wir mit den Grundstücken klar kommen.“

Nach dem Sanierungskonzept der Stadt ist für 2019 ein Ertrag von 2,5 Millionen Euro aus dem interkommunalen Gewerbegebiet vorgesehen. Darauf hatte Rolf Göckmann von den Aktiven Bürgern in seiner jüngsten Haushaltsrede hingewiesen. Weil es Probleme mit den Grundstücken gebe, stellte er diesen Ertrag in Frage. Göckmann warf der Stadt vor, den Etat schönzurechnen.

Laut Ralf Müller will die Stadt versuchen, den im Sanierungskonzept stehenden Betrag größtenteils anderweitig zu kompensieren – etwa durch neue Gewerbeansiedlungen an der Autobahn 46 bei Kapellen.

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