Die Durchfahrt der Tour de France am 2. Juli soll ein Fest für ganz Neuss werden. Damit das auch außerhalb der Stadt wahrgenommen wird, werden besondere „Blickfänge“ für die Fernsehkameras eingerichtet.

Die Durchfahrt der Tour de France am 2. Juli soll ein Fest für ganz Neuss werden. Damit das auch außerhalb der Stadt wahrgenommen wird, werden besondere „Blickfänge“ für die Fernsehkameras eingerichtet.
Die Tour-Macher in Neuss haben einige Ideen. Unter anderem sollen auf der Galopprennbahn Strohballen die Konturen Frankreichs und den Streckenverlauf zeigen, daneben wird das Neusser Wappen platziert.

Die Tour-Macher in Neuss haben einige Ideen. Unter anderem sollen auf der Galopprennbahn Strohballen die Konturen Frankreichs und den Streckenverlauf zeigen, daneben wird das Neusser Wappen platziert.

Die Tour-Macher in Neuss haben einige Ideen. Unter anderem sollen auf der Galopprennbahn Strohballen die Konturen Frankreichs und den Streckenverlauf zeigen, daneben wird das Neusser Wappen platziert.

woi/Neuss-Marketing, Bild 1 von 2

Die Tour-Macher in Neuss haben einige Ideen. Unter anderem sollen auf der Galopprennbahn Strohballen die Konturen Frankreichs und den Streckenverlauf zeigen, daneben wird das Neusser Wappen platziert.

Neuss. Sechs Sekunden – länger werden die Neusser entlang der Strecke die Radsport-Asse kaum zu Gesicht bekommen, wenn am Sonntag, 2. Juli, die Tour de France durch die Stadt rollt. Aber was für ein Ereignis wird das, und wie viele Ideen und Anstrengungen setzt es frei. „Die Tour ist mehr als die Durchfahrt der Sportler“, sagt Bürgermeister Reiner Breuer, der daraus ein Fest für ganz Neuss machen möchte.

„Die Tour ist mehr als die Durchfahrt der Sportler.“

Reiner Breuer, Bürgermeister

Nach dem sogenannten Prolog in Düsseldorf am 1. Juli gibt es am 2. Juli die erste echte Etappe. 57 Kilometer haben die Radler schon in den Beinen, wenn sie am Handweiser auf Neusser Boden gelangen. 67 Kilometer werden es sein, wenn sie die Stadt über die Rheydter Straße in Richtung Büttgen verlassen. Dazwischen werden nach Schätzung der Veranstalter 70 000 Zuschauer das Fahrerfeld angefeuert haben, über dem ein Schwarm von acht Hubschraubern voller Fernsehkameras kreisen wird. Die Tourdurchfahrt sei, so Breuer, „ein kurzer Moment, aber vielleicht der entscheidende, um auf sich aufmerksam zu machen“.

Also produziert die Stadt „Blickfänge“ für die Kamera-Objektive. Das Feuerlöschboot „Alfons Frings“ wird im Hafenbecken I vor Anker gehen und die Fahrer mit einer 50 Meter hohen Wasserfontäne begrüßen. Und auf der Galopprennbahn legen Jens Knapp und Holger Schuster auf 2000 Quadratmetern Fläche mit 150 Strohballen die Konturen von Frankreich (plus Etappen im Innenraum) nach und platzieren daneben das Wappen der Stadt. Der Gruß aus Neuss, so ist sich Knapp sicher, „wird den Franzosen schmeicheln“.

Mit der ausgesuchten Strecke ist David Zülow, der für den Sponsorenpool von „Neuss on tour“ spricht, mehr als zufrieden. „Die attraktivste Strecke dieser Etappe“, sagt er. Und die ist so gelegt, dass – mit Ausnahme des Hafens – die Neusser City von Süden und Norden erreichbar bleibt. Für Autofahrer stehen auch die Parkplätze von Möbel Höffner, die Rennbahn und der Kirmesplatz zur Verfügung, doch wäre es dem Bürgermeister lieb, wenn viele mit dem Rad kämen.

Sportreferent Uwe Talke koordiniert das Spektakel. Zur Sicherung der Durchfahrt wird er 5,5 Kilometer Gitterzäune aufstellen und 63 Straßensperrungen an Einmündungen aufbauen lassen. Polizei, Feuerwehr (120 Personen), THW (70), 100 städtische Mitarbeiter und rund 200 angeworbene Freiwillige helfen dabei.

Auf dem Freithof gibt es ein „französisches Dorf“

Den Tourtag verknüpft der Einzelhandel mit einem verkaufsoffenen Sonntag ab 13 Uhr. Schon ab 10 Uhr startet auf dem Münsterplatz ein Aktionstag „Nahmobilität“ mit Attraktionen und Informationen. Dort wird zum Niederrheinischen Radwandertag, der am gleichen Tag stattfindet, eine Stempelstelle für einen ausgeschilderten Rundkurs rund um Neuss sein. Und gleich nebenan lockt auf dem Freithof ein „französisches Dorf“.

Der Neusser Radfahrerverein feiert an der Kaiser-Friedrich-Straße und nutzt die Tour de France, um für die „Tour de Nüss“ Ende Juli zu werben, an der auch Sportler von der Frankreichrundfahrt teilnehmen. Dann, so Heinz Hegger, sieht man sie aber nicht nur ein-, sondern 80-mal vorbeisausen.

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