Die Grevenbroicher Wirtschaftsbetriebe müssen die Schmierereien aufwendig entfernen.

Über die Bilder des Künstlers Günther Cremers wurden Graffiti gesprüht, die jetzt von den Wirtschaftsbetrieben entfernt werden müssen.
Über die Bilder des Künstlers Günther Cremers wurden Graffiti gesprüht, die jetzt von den Wirtschaftsbetrieben entfernt werden müssen.

Über die Bilder des Künstlers Günther Cremers wurden Graffiti gesprüht, die jetzt von den Wirtschaftsbetrieben entfernt werden müssen.

Lothar Berns

Über die Bilder des Künstlers Günther Cremers wurden Graffiti gesprüht, die jetzt von den Wirtschaftsbetrieben entfernt werden müssen.

Grevenbroich. Unbekannte Graffiti-Sprayer haben in der Neujahrsnacht einmal mehr den Fußgängertunnel an der Schanze verschmiert. Auf den Wänden hinterließen sie zum Teil großformatige Schriftzüge, die nun von den Wirtschaftsbetrieben aufwendig und kostenintensiv entfernt werden müssen. „In Kürze werden die Arbeiten beginnen“, sagt Rathaussprecherin Ines Hammelstein.

Mit den Schriftzügen wurde ein bestehendes Bild verunstaltet

Verärgert über diese nächtliche Aktion sind die Südstädterinnen Ulrike Oberbach und Andrea Conrads-Wendtland, die sich seit zwei Jahren ehrenamtlich um den Tunnel kümmern. „Das ist purer Vandalismus“, sagt Oberbach: „Auch, weil die Täter ein bestehendes Kunstwerk beschmiert haben.“

Gemeint sind die auf den Tunnel-Kacheln zu sehenden Bilder, die der Künstler Günther Cremers unter dem Motto „Multikulturelle Gesellschaft“ gemalt hat. Die Täter wären sich offenbar bewusst gewesen, dass sie eine Straftat begehen, meint Ulrike Oberbach. Denn bevor die Unbekannten mit Farbdosen und dicken Filzstiften ans Werk gingen, besprühten sie die Optik bei den Überwachungskameras, die an den beiden Tunneleingängen stehen. Der dabei insgesamt entstandene Sachschaden kann von der Stadtverwaltung noch nicht beziffert werden.

„Graffiti können etwas Tolles sein“, sagt Ulrike Oberbach, die sich als Ratsfrau der Fraktion „Mein Grevenbroich“ dafür stark macht, dass guten Sprayern „leere“ Wände im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt werden, damit sie ihrem Hobby nachgehen können. „Taten wie sie bereits mehrfach im Schanze-Tunnel geschehen sind, können aber nicht toleriert werden“, sagt sie: „Das ist nichts anderes als Sachbeschädigung.“

Für dieses Jahr sind weitere Pflanzaktionen im Tunnel geplant

Die beiden Südstädterinnen sind zwar enttäuscht, wollen sich aber weiterhin für den Tunnel einsetzen, der täglich von vielen Fußgängern genutzt wird. In den vergangenen beiden Jahren haben die Frauen im Bereich der Unterführung unter anderem eine Skulptur des Grevenbroicher Künstlers Jörg Schröder aufstellen lassen und für eine neue Beleuchtung mit LED-Lampen gesorgt – ohne dass es der Stadt einen Cent kostete. „Wir wollen einfach, dass sich Fußgänger und Radfahrer dort sicher fühlen“, sagt Oberbach. In diesem Jahr sind weitere Pflanzaktionen am Tunnel geplant.

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