Hermann Müller erhält die Sportehrengabe. Die Junioren des RSV Grimlinghausen sind Team des Jahres.

Hermann Müller engagiert sich seit fast 30 Jahren für geistig behinderte Tennisspieler. Von Herbert Napp erhielt er dafür die Sportehrengabe.
Hermann Müller engagiert sich seit fast 30 Jahren für geistig behinderte Tennisspieler. Von Herbert Napp erhielt er dafür die Sportehrengabe.

Hermann Müller engagiert sich seit fast 30 Jahren für geistig behinderte Tennisspieler. Von Herbert Napp erhielt er dafür die Sportehrengabe.

Die Nachwuchsmannschaft des RSV Grimlinghausen ist seit zwei Jahren ungeschlagen.

Marc Ingel, Bild 1 von 2

Hermann Müller engagiert sich seit fast 30 Jahren für geistig behinderte Tennisspieler. Von Herbert Napp erhielt er dafür die Sportehrengabe.

Neuss. Die Aufwertung der Ludwig-Wolker-Sportanlage mit rund 1,5 Millionen Euro sowie der neue Kunstrasen für den SV Uedesheim seien die beiden größten Herausforderungen für das neue Sportjahr, so Bürgermeister Herbert Napp und Sportdezernent Stefan Hahn zu Beginn der Sportlerehrung in der Stadthalle. Schule könnte darüber hinaus das Modell SG Erfttal machen, betonte Hahn. Der Verein führt als alleiniger Nutzer künftig eine Bezirkssportanlage in Eigenregie.

Fortan gehörte die Bühne den Sportlern, die landesweit, national oder international im vergangenen Jahr Erfolge feierten. In der gewohnt lockeren Mischung aus Ehrungen, Talks mit Moderator Marc Pesch und eingestreuten Showblocks wurde der Dienstagabend zu einer kurzweiligen Veranstaltung, bei der man viel über die Sportler in Neuss erfuhr.

Alexandra Höffgen galt beim Zweitligisten TG Neuss als äußerst talentierte Basketballerin. Nach einem Kreuzbandriss begann sie während der Reha mit Rudern – und zwar nicht minder erfolgreich. Mit dem Frauen-Achter holte sie bei der U23-WM Bronze. Höffgen musste sich zwischen zwei Sportarten entscheiden und wählte – wie schon ihre Eltern – das Rudern. Auf die Frage, wie lange denn draußen trainiert werden könne, antwortete die 20-Jährige: „Bis das Wasser gefriert.“

Simone Schuft legt gerne den Turbo ein. Mit 200 Sachen rast sie im Glasfaser-Speedboat über den Rhein („Bremsen verboten!“) und sucht dabei den Adrenalinkick. Noch fährt sie Formel II, eine Klasse höher „wäre natürlich ein Traum.“

Zehn Marathons ist Simone Durry in ihrem Leben bereits gelaufen. „Irgendwann habe ich gemerkt, ich werde nicht mehr schneller, also musste ich einfach weiter laufen.“ Inzwischen kommt für sie nach fast neun Stunden erst nach 100 Kilometern die Ziellinie in Sicht.

Seit fast 30 Jahren engagiert sich Hermann Müller im Sport für geistig Behinderte. Beim TC Stadtwald hat er seine Schützlingen erstmals mit Tennis in Berührung gebracht. „Die Idee war damals schnell geboren, aber sonst wollte es keiner machen“, sagt der 75-Jährige rückblickend. 1997 war es vor allem der Verdienst von Müller, dass die Sportart Tennis bei den Special Olympics Einzug hielt.

Müller war bei Special Olympics in Dublin, Shanghai und Athen

Er wurde Headcoach für Tennis und Koordinator für die Special Olympics in Deutschland, war bei den Spielen 2003 in Dublin, 2007 in Shanghai und 2011 in Athen dabei. Für seine Verdienste erhielt Müller die Sportehrengabe der Stadt Neuss von Bürgermeister Napp.

Neuss ist in einer Sportart der Nabel der Welt. Der RSV Grimlinghausen ist im Voltigieren schon fast konkurrenzlos. Dreimal wurde das Seniorenteam bereits Mannschaft des Jahres in Neuss, dieses Mal kam den Junioren die Ehre zuteil. Die Pferdeakrobaten von Trainerin Simone Lang-Wiegele sind seit zwei Jahren ungeschlagen, wurden Deutscher Meister und Europameister – und haben einen Mann im Team. Johannes Kay ist am Nixhof der Hahn im Korb. Eine Freundin innerhalb der Mannschaft hat er aber nicht: „Das ist im Voltigieren ein absolutes No-Go.“

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