Die Bewohner und Gewerbetreibenden in Langwaden atmen auf.

Die Bewohner und Gewerbetreibenden in Langwaden atmen auf.
Autofahrer können seit der Öffnung wieder die Ortsdurchfahrt der Landstraße 142 durch Langwaden nutzen.

Autofahrer können seit der Öffnung wieder die Ortsdurchfahrt der Landstraße 142 durch Langwaden nutzen.

Anja Tinter

Autofahrer können seit der Öffnung wieder die Ortsdurchfahrt der Landstraße 142 durch Langwaden nutzen.

Grevenbroich. Am Ende ging alles schnell: Arbeiter räumten die Baustellensperren weg, am Mittag konnte Bürgermeister Klaus Krützen die Sperrung der L 142 im Ort Langwaden aufheben. Damit sind für die Bewohner sieben Monate mit Sperrung der Ortsdurchfahrt, Umleitung und Umwegen vorbei. Seit September wurde die viel befahrene Straße komplett erneuert – ein Wunsch vieler Langwadener, die sich über Lärm durch die marode Fahrbahn und klappernde Gullydeckel beschwerten.

Das Projekt wurde zum Geduldsspiel: Vor dem Baustart im September ging Krützen davon aus, dass die ersten drei Abschnitte bis Jahresende 2017 fertig würden, wenn das Wetter mitspiele. Daraus wurde nichts, es kam zu Verzögerungen, unter denen Unternehmen litten: Rund 60 Prozent Umsatzeinbußen beklagte Erol Usak von der Tankstelle wegen der Straßensperrung, auch die Landbrotbäckerei und Konditorei Erschfeld musste im Geschäft am Eichenbroich Umsatzrückgänge hinnehmen. Das Dorfcafé hat seit Ende März geschlossen. „Die Baustelle war nicht der einzige, aber einer der Gründe, sagt Betreiberin Petra Krause: „Es hätte schneller gehen müssen.“

Bürgermeister Krützen erwartet nun eine geringere Lärmbelastung

Bürgermeister Krützen bedankt sich bei den Langwadenern und Barrensteinern für ihre Geduld: „Die ungeplante lange Dauer der Baustelle hat mich auch persönlich sehr geärgert. Sie war aber leider nicht zu vermeiden.“ Nun dürfte die Lärmbelastung wegen des wegen des neuen geräuschreduzierenden Belags geringer ausfallen, erklärt er.

„Wir sind erleichtert, dass die Straße fertig ist. Jetzt müssen wir sehen, ob es ohne Schlaglöcher ruhiger ist“, sagt Heiner Hoffmann, Präsident der Kirmesgesellschaft Einigkeit Langwaden, die sich für die Erneuerung stark gemacht hatte. „Und wir werden darauf achten, ob die Straße zur Rennstrecke wird, und ob der Verkehr zunimmt.“

Ab nächster Woche steht der letzte Abschnitt bis Jägerhof an. Die Straße wird jeweils auf einer Seite gesperrt, eine Ampel regelt den Verkehr. Pfingsten soll alles fertig sein.

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