Dycker Schlossfestspiele bieten Shakespeare und Pollak unter freiem Himmel.

Jüchen. "Ein Sommernachtstraum open Air ist ein besonderes Erlebnis - dabei vermischen sich Fiktion und Wirklichkeit", weiß Bettina Jahnke, Intendantin des Rheinischen Landestheaters (RTL). Die Parallelwelt, die auf der Bühne entsteht, werde etwas aufgehoben, wenn das Ganze im Freien stattfindet. Und dieser Eindruck verstärke sich noch, wenn die Aufführung in einem so sommernachtstraum-trächtigen Ambiente stattfinden soll, wie dem Orangerie-Parterre von Schloss Dyck. Deshalb hat sie sofort zugesagt, als sie von Heinz Willi Maassen, dem Vorstand der Freunde und Förderer von Schloss Dyck gefragt wurde, ob sie die "Dycker Schlossfestspiele" im Juni mitgestalten wolle.

Mit Konzerten und einer Musicalaufführung hat der Förderverein von Schloss Dyck schon viele Tausend Besucher nach Schloss Dyck geholt. "Wir haben einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Besucherzahlen stetig steigen", erklärte Heinz Willi Maassen von den Freunden und Förderern nicht ohne Stolz. Es kamen Besucher vom Niederrhein, aus dem Raum Aachen, der Eifel, ja sogar aus Würzburg in den Rheinkreis Neuss.

In diesem Jahr wird die Veranstaltungsreihe noch einmal getoppt, denn erstmals findet vom 18. bis 20. Juni ein dreitägiges Festival statt - gestaltet vom Rheinischen Landestheater und der Deutschen Kammerakademie Neuss (DKN). Zwei Theaterstücke (neben Shakespeares Sommernachtstraum wird auch Kay Pollaks "Wie im Himmel" gespielt) rahmen ein Konzert, das die Themen beider Stücke nuancenreich variiert. Den Auftakt macht Mendelssohns Sommernachtstraum-Ouvertüre, gefolgt von Mozarts Klavierkonzert Nr. 26, dem Krönungskonzert. In Zwischenreich der Nymphen und Feen entführen auch Smetanas "Moldau" und Haydns Symphonie Nr, 8 mit dem beziehungsreichen Namen "Der Abend".

"Dieses Festival ist für uns eine besondere Herausforderung, weil es alles Bisherige an Organisation sprengt", sagt Maassen. Denn schließlich muss die notwendige Infrastruktur für drei Veranstaltungen mit rund 1100 Besuchern pro Tag geschaffen werden. "Ohne die großzügige Unterstützung durch den Rheinkreis Neuss und den Landschaftsverband wären solche Veranstaltungen nicht zu stemmen", so Maassen.

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