Schützenmeister Jochen Hennen und Oberst Heiner Ringes zu Jubiläum und Bezirksschützenfest auf der Furth.

Interview
Oberst Heiner Ringes (l.) und Schützenmeister Jochen Hennen kündigen ein abwechslungsreiches Programm für das Bezirksschützenfest an.

Oberst Heiner Ringes (l.) und Schützenmeister Jochen Hennen kündigen ein abwechslungsreiches Programm für das Bezirksschützenfest an.

L. Berns

Oberst Heiner Ringes (l.) und Schützenmeister Jochen Hennen kündigen ein abwechslungsreiches Programm für das Bezirksschützenfest an.

Herr Ringes, ein Bezirksschützenfest auf der Furth – das ist doch was ganz Besonderes?

Heiner Ringes: Zunächst einmal müssen wir Begriffe klären. Das Schützenwesen auf der Furth besteht aus einem Schützenregiment und einer Bruderschaft, die unter dem Dach der St.-Sebastianus-Schützen eine Einheit bilden. Deren Leitgedanke ist Glaube, Sitte, Heimat. Man kann also ohne Mitgliedschaft in der Bruderschaft als Schütze aktiv sein. Während die Bruderschaft erst 1932 gegründet wurde, besteht das Schützenwesen auf der Furth mindestens seit 1866. Und somit können wir ein 150-jähriges Bestehen feiern. Doch wollen wir daraus kein Extrafest machen, sondern dieses Jubiläum im Rahmen unseres Schützenfestes an Pfingsten feiern. Daher werden wir am Pfingstmontag ein Bezirksschützenfest ausrichten: mit einem Empfang, Festzug, Tanz mit der Partyband „Novesia Live“ sowie der Helene-Fischer-Coverband „Fischer Live“. Außerdem werden wir einen besonderen Erinnerungsorden und eine Festschrift herausgeben.

Das Komitee ist derzeit im Umbruch. Bekannt ist, dass Präsident Rolf Stein nicht für eine weitere Amtszeit kandidiert. Sein Stellvertreter, Geschäftsführer Hans-Werner Prinz, ist der Meinung: „Junge Leute nach vorn“ – und tritt zurück. Auf der Mitgliederversammlung am 12. Februar müssen daher Weichen gestellt werden. Wie sind Komitee und Oberst vorbereitet?

Jochen Hennen: Das ist zunächst einmal eine ganz normale Jahreshauptversammlung. Das Komitee hat natürlich zum Thema Wahlen Gespräche mit interessierten Schützenbrüdern geführt und die Ergebnisse im November den Korpsführern vorgestellt. Mit der Bitte, diese Vorschläge auch innerhalb der Züge zu diskutieren. Es war uns von vornherein wichtig, dass wir offen damit umgehen und frühzeitig Ergebnisse vorstellen können. Mögliche Nachfolger wurden bereits gefunden und stehen zur Verfügung.

Ringes: Aus der Versammlung heraus können natürlich auch noch Vorschläge gemacht werden. Es wäre schön, wenn die sorgfältigen Überlegungen von Komitee und Regimentsspitze zu einem guten Ergebnis führen. Es sind ja keine ganz Neuen, die jetzt für den geschäftsführenden Vorstand vorgeschlagen sind.

Welche Positionen und Personen umfasst zurzeit der geschäftsführende Vorstand?

Hennen: Das ist einmal der Präsident Rolf Stein, der auch erster Brudermeister ist, dann der Geschäftsführer Hans-Werner Prinz, zweiter Brudermeister Thomas Brockers, Schützenmeister Jochen Hennen und Schatzmeister Holger Pannen. Hinzu kommen Mitglieder aus dem erweiterten Komitee wie Pfarrer Hans-Günther Korr als Präses und Oberst Heiner Ringes.

Präsident, Geschäftsführer und Schatzmeister sind neu zu wählen. Wie ist in der Umbruchphase Kontinuität gesichert?

Hennen: Uns war wichtig, dass die gute Arbeit der bisherigen Spitze durch erfahrene Kandidaten fortgeführt wird. Der Wechsel ist lange und sorgfältig vorbereitet worden.

Ringes: Schützenmeister Jochen Hennen wird als Präsident vorgeschlagen. Geschäftsführer soll der stellvertretende Schützenmeister Torsten Klein, Schatzmeister der bisherige stellvertretende Geschäftsführer Frank Sauer werden. Als neuen Schützenmeister schlägt das Komitee Johannes Platen vor.

Eine Frage an den Oberst: Wie steht das Regiment? Was macht die Jugendarbeit? Wie entwickeln sich die Mitgliederzahlen?

Ringes: Mit etwa 1800 Schützen in zwölf Korps zeigt sich unser Regiment ziemlich konstant. Edelknaben-Kandidaten stehen Schlange; Jungschützen sind in den einzelnen Korps gut aufgehoben und werden durch den Jungschützenmeister hervorragend betreut und vertreten. Im übrigen haben wir den Vorteil, dass Jungs bereits mit zwölf Jahren Bruderschaftsmitglied werden können. Das ist ein nicht zu unterschätzender fließender Übergang vom Edelknaben zum Schützen.

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