Neu-Kapellen gehört nach den Arbeiten der Deutschen Glasfaser im November 2015 jetzt erst zu den ersten mit schnellem DG-Internet. Archiv
Neu-Kapellen gehört nach den Arbeiten der Deutschen Glasfaser im November 2015 jetzt erst zu den ersten mit schnellem DG-Internet. Archiv

Neu-Kapellen gehört nach den Arbeiten der Deutschen Glasfaser im November 2015 jetzt erst zu den ersten mit schnellem DG-Internet. Archiv

Lber

Neu-Kapellen gehört nach den Arbeiten der Deutschen Glasfaser im November 2015 jetzt erst zu den ersten mit schnellem DG-Internet. Archiv

Grevenbroich. Auf ihr schnelles Internet wartet immer noch ein großer Teil der Bevölkerung. Der Stand laut Deutscher Glasfaser: Fast abgeschlossen mit der Aktivierung der Glasfaseranschlüsse seien die Ortsteile Hemmerden, Kapellen und Langwaden, meldet DG-Sprecherin Nicole Holländer auf Nachfrage unserer Redaktion. In Neukirchen liefen jetzt erste Aktivierungen: „Danach folgen zuletzt die Orte Hülchrath, Mühlrath und Münchrath“, kündigt Holländer an.

Keine Antwort gab es allerdings von der DG auf Nachfrage unserer Redaktion, wie viele Glasfaseranschlüsse tatsächlich in Grevenbroich mittlerweile aktiviert worden sind oder noch aktiviert werden müssen. Auch gab es keine konkreten Angaben, wann die noch ausstehenden Anschlüsse ans Netz gehen sollen.

Anwohner beklagen Pfusch beim Bau

Sven Sawatzki hatte für die Bürgerinitiative „Pro Glasfaser“ im Neubaugebiet Kapellen für die DG um 40-prozentige Nachfragebündelung geworben. Er habe zwar seit etwa drei Wochen endlich seinen Glasfaseranschluss aktiviert, sagt Sawatzki, erinnert aber daran: Die Freischaltung habe sich entgegen der ursprünglichen Zusicherung der DG um mindestens ein Jahr verzögert. Auch beklagt der Grevenbroicher Bürger, dass die Kommunikation mit der DG spontan abgerissen sei, als die Nachfragequote für Neu-Kapellen beschafft war. Die Bürgerinitiative habe sich „die Hacken wund gelaufen“, um der DG im Wohngebiet die Vertragspartner zu liefern: „Danach gab es für uns aber keinen Ansprechpartner mehr“, blickt Sawatzki bitter zurück.

Tatsächlich schnell war allerdings der holländische Subunternehmer van Gelder auf den Glasfaserbaustellen in Grevenbroich: „zu schnell“, wie viele Anwohner beklagten, die aus den unterschiedlichsten Ortsteilen auf Mängel bei den Bauarbeiten und insbesondere bei den Wiederverschlüssen von Fahrbahnen und Gehwegen hingewiesen haben. Tenor der Klagen: „Wie Ameisenschwärme“ oder „wie die Axt im Walde“ (Zitate von Bürgern) seien die Bauarbeiter über die Ortsteile eingefallen, hätten alles aufgerissen und nur notdürftig wieder zugemacht.

Sowohl die Deutsche Glasfaser, als auch die Stadt Grevenbroich haben in allen Beanstandungsfällen bis heute darauf hingewiesen, es werde bis zur Endabnahme oder eben danach jede Straße oder Gehweg wieder so hergerichtet, wie sie vor dem Eingriff gewesen seien. De facto ist noch keine einzige Glasfaserbaustelle abgenommen, wie die Stadt Grevenbroich auf Redaktionsnachfrage einräumen muss.

Stadtsprecherin Ines Hammelstein erklärt dazu: „Es sind noch keine Endabnahmen der Glasfaserverlegungen im Stadtgebiet erfolgt. Zur Vorbereitung der sukzessiven Endabnahme der Glasfaserverlegungen erfolgen derzeit gemeinsame Begehungen von Vertretern der Stadt Grevenbroich, der Deutschen Glasfaser und der Baufirma.“ In Kapellen sei mit den gemeinsamen Begehungen begonnen worden, ab Mitte Januar sollen weitere Begehungen in Hemmerden, Mühlrath, Münchrath, Hülchrath, Langwaden und Neukirchen erfolgen, kündigt Hammelstein an.

Im Oktober hatte DG-Manager Marco Westenberg gegenüber der Presse versprochen, 2500 Glasfaseranschlüsse bis zum Jahresende 2016 in Grevenbroich freigeschaltet zu haben. Und es werde „auch für Barrenstein und Allrath noch eine Möglichkeit des Anschlusses geben“. Um auch diese „weißen Flecken“ mit schnellem Internet zu versorgen, wartet Grevenbroich jetzt auf die Bewilligung eines Förderantrages an den Bund. Die Nachricht soll Ende Januar vorliegen, hofft man im Rathaus und insbesondere in den beiden Ortsteilen.

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