Fortbildung: Das Technologiezentrum Glehn bildet mit der Arge „Betreuungsassistenten“ aus.

Rhein-Kreis Neuss. Am 1. Mai beginnt für 15 Menschen im Rhein-Kreis Neuss ein neuer Lebensabschnitt. Sie starten als "Betreuungsassistenten" ins Berufsleben. Im November hatte das Technologiezentrum Glehn ein von der Arge gefördertes Qualifizierungsangebot für Arbeitslose angeboten. Hintergrund war eine Pflegereform, durch die in Pflegeheimen die Möglichkeit geschaffen worden war, zusätzliche Kräfte zur Betreuung demenzkranker Menschen einzustellen. Das Konzept der sechsmonatigen Fortbildung wurde mit dem Seniorenhaus Lindenhof in Grevenbroich entwickelt.

Schnittstelle zwischen Pflegekraft und Hauswirtschaftspersonal

Die "Alltagshelfer" sollen die Lücke zwischen dem Pflege- und Hauswirtschaftspersonal schließen. "Sie unterstützen die Bewohner bei alltäglichen Dingen, beim Anziehen, Aufräumen oder Waschen. Sie sind Ansprechpartner für die Bewohner und deren Angehörige", erläutert Barbara Kremers-Gerads, Leiterin des Seniorenheims Lindenhof.

Bevor der theoretische Teil der Fortbildung begann, konnten sich die Teilnehmer einen Monat lang mit ihrem zukünftigen Arbeitsfeld vor Ort auseinandersetzen. "Nicht für jeden ist die Arbeit mit demenzkranken Menschen etwas. So lernen sie frühzeitig, was auf sie zukommt und ob sie für die Arbeit geeignet sind", sagt Projektmanagerin Ulrike Groth. Die Fortbildung schloss mit einem zweimonatigen Praktikum ab. "Von den 41 Teilnehmern haben 15 einen Arbeitsvertrag, weitere zehn haben eine Stelle in Aussicht. Das ist eine sehr gute Bilanz", sagt Groth.

Der nächste Kursstart ist für den 15.Mai geplant.

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