Neu gegründetes Zentrum „Zukunft durch Innovation“ bündelt Angebote für Schüler und Lehrer.

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Innovationsminister Andreas Pinkwart (links) und Kreisdirektor Jürgen Petrauschke setzen ihre Unterschrift auf die Gründungsurkunde des zdi-Zentrums auf Gut Gnadental.

Innovationsminister Andreas Pinkwart (links) und Kreisdirektor Jürgen Petrauschke setzen ihre Unterschrift auf die Gründungsurkunde des zdi-Zentrums auf Gut Gnadental.

Uli Engers

Innovationsminister Andreas Pinkwart (links) und Kreisdirektor Jürgen Petrauschke setzen ihre Unterschrift auf die Gründungsurkunde des zdi-Zentrums auf Gut Gnadental.

Rhein-Kreis Neuss. "Die Zukunft beginnt in der Schule"- dieses Motto ist so elementar für die Eröffnungsveranstaltung des zdi-Zentrums auf Gut Gnadental, dass es gleich mehrere Redner aufgriffen. Das zdi-Zentrum soll künftig Schulen und Hochschulen, Unternehmen und Politiker vernetzen. Das haben die Partner durch ihre Unterschrift in einer gemeinsamen Erklärung zur Gründung festgeschrieben.

Für die Schüler des Rhein-Kreises soll dieses Vorhaben konkrete Folgen haben: Sie bekommen die Möglichkeit, über das zdi-Zentrum an Technikkursen, Ferienpraktika oder auch Weiterbildungsseminaren teilzunehmen.

Ziel der Initiative des mittlerweile zehnten zdi-Zentrums in Nordrhein-Westfalen soll es sein, die Kinder und Jugendlichen für "Technik, Mathematik und Naturwissenschaft zu begeistern, in dem man einen Unterricht schafft, der begeistert", führte Walter Steinhäuser, Schulamtsdirektor des Schulamtes für den Kreis aus.

Förderung in der Schule sorgt für Interesse an technischen Berufe

Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Bildung war auch Innovationsminister Andreas Pinkwart zur Eröffnung anwesend. Für ihn war der wichtigste Punkt: "Die Investition in den Nachwuchs ist das beste Konjunkturprogramm und die richtige Antwort auf den Fachkräftemangel in vielen technischen Berufen."

Schon jetzt engagieren sich Unternehmen und Schulen in diesem Vorhaben. Dazu gehört beispielsweise das Pascal Technikum Grevenbroich (PasTeG) oder das Projekt "Wirtschaft pro Schule" der Zülow AG.

Eberhard Uhlig, Leiter der RWE Power Kraftwerke in Frimmersdorf und Neurath, bestätigte, dass es einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften in den Unternehmen gebe, dieser aber nur zum Teil durch entsprechende Absolventen von Hochschulen gedeckt werden könne.

Den Grund vermutete er in einer "geringen Wertschätzung für mathematische, technische und naturwissenschaftliche Berufe". In den weiterführenden Schulen etwa sei das Fach Technik so gut wie nicht existent und auch die Möglichkeit für die Schüler, intensivere Einblicke in die Praxis zu bekommen, sei kaum gegeben.

Schulamtsdirektor Walter Steinhäuser schlug in die gleiche Kerbe. Das natürliche Interesse der Kinder, technische Vorgänge und naturwissenschaftliche Phänomene zu entdecken und zu verstehen, werde im Unterricht oft nicht befriedigt. Man müsse weg von der Kultur des Belehrens.

Mit dem neu gegründeten zdi-Zentrum werden Experimentiernachmittage, Kurse und Arbeitsgruppen für Schüler zu den Themen Chemie und Technik organisiert. Es soll eine mobile Physik-Experimente-Sammlung sowie Ferienkurse in den Branchen der Chemie, Elektronik oder Metallverarbeitung geben. Auch Fortbildungen für Lehrer sind geplant.

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