Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging 2008 zurück. Die Agentur im Kreis spricht von „hervorragenden Ergebnissen“.

Mehr als 4.000 Menschen half die Arge 2008 zurück ins Berufsleben. Derzeit betreut sie 9.737 Arbeitslose.
Mehr als 4.000 Menschen half die Arge 2008 zurück ins Berufsleben. Derzeit betreut sie 9.737 Arbeitslose.

Mehr als 4.000 Menschen half die Arge 2008 zurück ins Berufsleben. Derzeit betreut sie 9.737 Arbeitslose.

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Mehr als 4.000 Menschen half die Arge 2008 zurück ins Berufsleben. Derzeit betreut sie 9.737 Arbeitslose.

Rhein-Kreis Neuss. "2008 war ein gutes Jahr für uns. Wir haben hervorragende Ergebnisse erzielt", sagt Wendeline Gilles, Geschäftsführerin der Arge im Rhein-Kreis Neuss. Über 4.300 Menschen half die Einrichtung zurück ins Berufsleben. Hauptsächlich ergriffen sie Jobs im Dienstleistungsbereich, beispielsweise in der Raumpflege oder in der Fertigung.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften - Familien, familienähnliche Zusammenschlüsse, aber auch Alleinstehende, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen - ist um 3 Prozent gesunken. Im Januar 2008 waren es 14.192 Gemeinschaften, im Dezember 13.740. Die Zahl der Personen innerhalb dieser Gemeinschaften, die Arbeitslosengeld II erhalten, ist ebenfalls gesunken: Knapp 28.000 Menschen werden derzeit durch die Arge unterstützt, etwa 1.300 weniger als im Vorjahr.

Die Arge zahlte 2008 63 Millionen Euro Arbeitslosengeld

9.737 (4,4 Prozent) Personen, die Leistungen der Arge beziehen, waren zum Jahreswechsel arbeitslos. Die Arbeitslosenquote nach dem Sozialgesetzbuch II ist um über 8Prozent gesunken. Die Arge zahlte etwa 63 Millionen Euro Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus. Im Vergleich zu 2007 ist das ein Minus von 4,3Prozent.

Den Erfolg führt Gilles vor allem auf die zunehmend spezialisierten Arge-Mitarbeiter zurück. "Bei den Beratungen und Projekten gehen wir individuell auf die Menschen ein und beachten ihren sozialen Hintergrund. Jemand, der beispielsweise Schulden hat, braucht andere Unterstützung als ein gut ausgebildeter Unternehmer, der insolvent gegangen ist", so Gilles. Zur Integration auf den Arbeitsmarkt gab die Arge im Vorjahr 20 Millionen Euro aus.

Ein Schwerpunkt 2009: Die Eingliederung unter 25-Jähriger

2009 will die Arge die guten Ergebnisse vom Vorjahr aufrecht erhalten. "Die Wirtschaftskrise wird viele Arbeitsplätze betreffen. Wir wollen trotzdem Perspektiven schaffen", so Gilles.

Rund 168 Millionen Euro gab die Arge 2008 aus. Davon zahlte sie 63 Millionen für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 4,3 Prozent. Die Kosten für Unterkunft und sonstige einmalige Leistungen lagen bei rund 66 Millionen Euro - eine Million Euro weniger als 2007. Den Rest investierte die Arge in Projekte und Hilfsmaßnahmen zur Wiedereingliederung ins Berufsleben.

Die Eingliederung unter 25-Jähriger soll in diesem Jahr ein Schwerpunkt sein. Die Arge in Neuss will ein Jugendhaus errichten, das den jungen Erwachsenen als Anlaufstelle bei Fragen rund um das Berufsleben dient. Wo es eingerichtet wird, ist noch unklar.

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