29 Kinder wurden schwer verletzt. Insgesamt gab es 2009 weniger Verletzte.

Die Zahl der verletzten Radfahrer ist von 524 auf 471 gesunken.
Die Zahl der verletzten Radfahrer ist von 524 auf 471 gesunken.

Die Zahl der verletzten Radfahrer ist von 524 auf 471 gesunken.

Die Zahl der verletzten Radfahrer ist von 524 auf 471 gesunken.

Rhein-Kreis Neuss. Die Unfall-Bilanz von 2009 kann sich sehen lassen: Die Zahl der Verkehrstoten im Rhein-Kreis Neuss ist auf einem historischen Tiefstand. Sieben Menschen starben bei Unfällen - im Jahr davor waren es noch 17 Tote. "Dennoch: Jeder Tote ist einer zu viel", sagt Gerhard Kropp, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde, bei der Vorstellung der Verkehrssicherheitsbilanz 2009.

Insgesamt gab es 11.308 Unfälle, davon ereigneten sich 1281 außerhalb geschlossener Ortschaften. Die Zahl der Unfälle auf Autobahnen wurde nicht erfasst, da sie von der Autobahnpolizei gesondert erhoben wird.

Auf Landstraßen sind die Unfälle fast immer schwerwiegend

"Durch die auf Landstraßen gefahrenen Geschwindigkeiten sind die Folgen dieser Unfälle fast immer sehr schwerwiegend", sagt Kropp. 2009 starben drei Menschen außerhalb geschlossener Ortschaften, 350 wurden leicht, 103 Unfallopfer schwer verletzt.

In diesem Jahr will die Polizei im Kreis eine Anti-Raser-Kampagne starten. Dazu soll es gezielte Verkehrsüberwachungen und Geschwindigkeitskontrollen, aber auch Aufklärung geben.

Insgesamt fällt die Statistik der Unfälle 2009 im Kreisgebiet im Vergleich zu 2008 positiv aus: Die Zahl der Verletzten ist um 36 auf insgesamt 1750 Personen zurück gegangen, und auch bei den Leichtverletzten gab es mit 1431 Personen 34 weniger als 2008.

Ebenfalls erfreulich: Auch bei den Senioren gab es weniger Verletzte. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten über 65-Jährigen ging von acht (2008) auf einen (2009) zurück, 54 erlitten im Gegensatz zu 73 im Jahr 2008 schwere und 176 (2008: 194) leichte Verletzungen.

"Das freut uns besonders, da wir 2009 ein deutliches Schwergewicht in der Verkehrserziehung im Bereich der Senioren hatten", sagte Kropp. Grundsätzlich seien die als Radfahrer verunglückten Senioren eine "besondere Sorgengruppe, an die wir nur schwer herankommen." 2009 verunglückten 98 Senioren mit ihrem Rad (2008 waren es 109).

Bei den Kindern ist die Zahl der Schwerverletzten um zwölf gestiegen: 29 Kinder wurden schwer, 155 (2008: 162) leicht verletzt. Insgesamt gab es 184U nfälle mit Kindern; das sind fünf mehr als 2008.

Ein schwieriges Thema sind Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss. "Hier gibt es keinen eindeutigen Trend, ob das zunimmt", sagt Detlef Gernandt, Abteilungsleiter Gefahrenabwehr Strafverfahren. "Aber was uns Sorgen macht, sind die mittlerweile erreichten hohen Alkohol-Konzentrationen."

Bei 60 Prozent der Unfälle wird Fahrerflucht begangen

Als "Dauerbrenner" bezeichnet Kropp den hohen Anteil der Unfälle mit Fahrerflucht: Er liegt konstant bei 60 Prozent. "Dabei geht es meist um geringe Sachschäden wie Kratzer, die beim Einparken entstanden sind", so Gernandt. In 127 Fällen sind Beteiligte jedoch geflüchtet, obwohl Menschen verletzt wurden. "Bei der Hälfte dieser Unfälle konnten wir die Verursacher ermitteln", sagt Kropp.

Zukünftig sollen gezielt Beamte abgestellt werden: "Um die schweren Unfallfluchten zu ermitteln und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren", so Kropp. "Mit moderner Technik ist viel möglich", ergänzt der Leiter der Kreispolizeibehörde Neuss, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Insgesamt wurden von den 11.308 Unfällen im Kreisgebiet 4040 statistisch erfasst (bei den Restlichen handelte es sich um Bagatellunfälle). 7756 Verkehrsteilnehmer waren daran beteiligt. Davon waren 683 Unfallverursacher über 65 Jahre. Von 105 Verursachern über 80 Jahre begingen 47 Unfallflucht. Der älteste Unfallverursacher war 97 Jahre alt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer