Die Chancen stehen gut, dass die Stadt Grevenbroich in Neukirchen, Kapellen und Elfgen in Zukunft zusätzliche Neubaugebiete schaffen kann. Dort gibt es nun sogenannte Sondierungsbereiche.

Die Chancen stehen gut, dass die Stadt Grevenbroich in Neukirchen, Kapellen und Elfgen in Zukunft zusätzliche Neubaugebiete schaffen kann. Dort gibt es nun sogenannte Sondierungsbereiche.
Die Stadt Grevenbroich möchte weiter wachsen. Dafür braucht es Neubaugebiete.

Die Stadt Grevenbroich möchte weiter wachsen. Dafür braucht es Neubaugebiete.

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Die Stadt Grevenbroich möchte weiter wachsen. Dafür braucht es Neubaugebiete.

Grevenbroich. Die Stadt Grevenbroich benötigt weiteres Bauland – und die Aussichten dafür sind mit der vergangenen Sitzung des Regionalrates gestiegen. Der aktuelle Entwurf für den Regionalplan sieht nämlich drei zusätzliche Flächen im Stadtgebiet vor, die als künftige Siedlungsbereiche für Wohnbebauung in Frage kommen. Sie sollen im Regionalplan als sogenannte Sondierungsbereiche ausgewiesen werden.

Die ersten beiden Bauabschnitte im Neubaugebiet Kapellen sind fast vollständig bebaut. Im Baugebiet „An Mevissen“ in Wevelinghoven hat die Vermarktung noch nicht begonnen, in mehreren Abschnitten sind dort bis zu 300 Häuser und Wohnungen möglich. Doch Florian Herpel, Beigeordneter der Stadt, weiß: „In Grevenbroich fehlen weitere größere Wohnbauflächen.“ Die Rheinschiene Düsseldorf-Köln-Bonn, in der Grevenbroich liegt, sei Zuzugsregion. In den vergangenen Jahren sind viele Familien beispielsweise aus dem Raum Düsseldorf nach Kapellen gezogen, das Neubaugebiet liegt nah an der Autobahn-Anschlussstelle.

Auch für Industriegebiet Ost gibt es mögliche Erweiterungsflächen

Herpel schätzt den Bedarf an weiteren Wohneinheiten im Stadtgebiet auf eine „erhebliche vierstellige Zahl“. Detaillierte Erkenntnisse verspricht der Beigeordnete sich von der Wohnraum-Bedarfsanalyse des Rhein-Kreises Neuss, die im August vorgelegt werde und Zahlen für alle kreisangehörigen Kommunen enthalten soll.

Der Entwurf für den Regionalplan sieht im Stadtgebiet 42 Hektar neues Baulandpotenzial vor, beispielsweise an der Düsseldorfer Straße in Orken. Doch die Stadt machte sich für zusätzliche Flächen stark, sie regte die Ausweisung mehrerer Sondierungsbereiche an. Dabei handelt es sich noch nicht um ausgewiesene Siedlungsflächen. Besteht für die Entwicklung dieser Flächen Bedarf, „müssen wir erst einen Antrag auf Änderung des Regionalplans stellen. Aber wir wissen bereits, dass im Plan keine Hindernisse oder konkurrierenden Projekte entgegen stehen“, erläutert Florian Herpel: „Wir haben damit den Fuß in der Tür.“

Drei solcher Flächen sind nun neu im Planentwurf eingetragen. Es handelt sich um Areale am nordöstlichen Rand von Neukirchen – in der Nachbarschaft ist bereits ein Baugebiet geplant – sowie am Rand von Elfgen. Eine weitere Fläche würde den Weg für einen weiteren – den vierten – Bauabschnitt im Neubaugebiet Kapellen freimachen. Für wie viele Häuser in den Gebieten Platz ist, steht noch nicht fest. Die genaue Abgrenzung der Areale ist noch nicht erfolgt.

Diese drei Flächen sind nicht der einzige aktuelle Erfolg der Stadt im Regionalplan: Drei weitere sogenannte Sondierungsbereiche wurden für mögliche Erweiterungen des Industriegebietes Grevenbroich-Ost zusätzlich im Plan aufgenommen – am nördlichen Rand des Industriegebietes sowie im Umfeld des Aluminium-Standortes. „Das dient der Standortsicherung in der Stadt“, sagt Beigeordneter Florian Herpel.

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