Ab dem kommenden Sonntag fahren die Züge der Vias Rail GmbH von Düsseldorf über Neuss und Grevenbroich nach Bedburg. Die Probefahrten liefen erfolgreich.

Ab dem kommenden Sonntag fahren die Züge der Vias Rail GmbH von Düsseldorf über Neuss und Grevenbroich nach Bedburg. Die Probefahrten liefen erfolgreich.
Mitarbeiter von Vias Rail stehen vor einem der neuen Lint-Triebwagen. Mit diesen wird auch die neue Regionalbahnlinie 39 betrieben.

Mitarbeiter von Vias Rail stehen vor einem der neuen Lint-Triebwagen. Mit diesen wird auch die neue Regionalbahnlinie 39 betrieben.

Vias Rail GmbH

Mitarbeiter von Vias Rail stehen vor einem der neuen Lint-Triebwagen. Mit diesen wird auch die neue Regionalbahnlinie 39 betrieben.

Rhein-Kreis. Noch vier Tage bis zum Start: Beim Unternehmen Vias Rail GmbH laufen die letzten Vorbereitungen für Sonntag. Das Verkehrsunternehmen übernimmt zum Fahrplanwechsel von der Deutschen Bahn den Betrieb auf der neuen Regionalbahnstrecke (RB) 39 – dem nördlichen Teil der heutigen RB 38 zwischen Düsseldorf und Bedburg. „Alles sollte klappen“, erklärte Sebastian Nießen, Geschäftsführer von Vias Rail.

In den vergangenen Tagen rollten zur Hauptverkehrszeit bereits einige der nagelneuen Lint-Triebwagen neben den roten Zügen der DB Bahn, die ab Sonntag weiter die RB 38 zwischen Köln und Bedburg betreibt. Peter Gehrmann, Vorsitzender der Grevenbroicher Grünen, ist bereits in den Vias-Zügen mitgefahren. „Die Wagen sind neu, sauber, haben ausreichend Platz und bequeme Sitze. Was will man mehr?“, sagt der Bahnfahrer, der zudem beobachtet: „Seitdem Vias mitfährt, hat sich die Situation auf der RB 38 erheblich verbessert, stehen wohl genügend Fahrzeuge zur Verfügung.“

Künftig fahren mehr Züge ab Grevenbroich

Gehrmann hofft, dass der positive Effekt nach dem Fahrplanwechsel anhält. „Zudem wird das Zugangebot besser. Zwischen sechs und acht Uhr fährt die RB 39 alle Viertelstunde nach Neuss.“ Laut Vias wird es zudem „einzelne Taktverdichter zwischen Neuss und Düsseldorf sowie zusätzliche Nachtfahrten am Wochenende“ geben.

Kritik hat Gehrmann in Richtung Grevenbroicher Rathaus. „Ich finde es schade, dass die Stadt das Ereignis am Sonntag nicht entsprechend würdigt, etwa mit einem kleinen Fest – ein offizieller Startschuss am Bahnhof vielleicht mit Getränken und einigen Aktionen für Kinder, oder eine Zeit lang freie Fahrt“, sagt Gehrmann: „Wir haben in letzter Zeit genügend schlechte Nachrichten und Diskussionen ums Bahnhofsumfeld. Hier dagegen ist eine gute Nachricht, viele hundert Pendler profitieren davon. Schade, dass die Stadt eine gute Gelegenheit ungenutzt verstreichen lässt“, sagt der Vorsitzende.

„Die Stadt ist nicht Beteiligte in den Gesellschaften des Öffentlichen Personennahverkehrs. Wir freuen uns über das neue Angebot, planen aber für den Start nichts Besonderes“, erklärt dazu Stadtsprecher Robert Jordan.

Zum Stand der Vorbereitungen berichtet Vias-Rail-Geschäftsführer Nießen: „Die zwölf Triebwagen sind da, einer muss nach einigen Mängeln noch abgenommen werden. Die 25 Triebwagenführer sind ausgebildet.“

Kundenbetreuer sollen in vielen Zügen mitfahren

Abgestellt und betankt werden die Wagen am Servicestandort in der Nähe des Neusser Bahnhofs. Die Waschanlage dort fehlt noch, zunächst „nutzen wir eine Anlage von DB Regio in Düsseldorf“, so Nießen. In der Startphase würden die 15 Kundenbetreuer verstärkt mitfahren. „Sie stehen für Fragen der Fahrgäste bereit und geben auch Fahrpläne aus“, berichtet Nießen. Zudem würden Mitarbeiter des Ausbildungszentrums der Rath-Gruppe, zu der Vias gehört, den Start begleiten und helfen, „etwa wenn ein Kollege Unterstützung benötigt“. Wie Nießen betont, werden künftig häufiger Kundenbetreuer mitfahren als bislang auf der RB 38: „Tagsüber in jedem zweiten, nach 19 Uhr in fast jedem Zug.“

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