Drei Reggaebands machen die Winterkälte vergessen.

konzert
von links: Lukas Gaedtke (Gesang/Gitarre) Lukas Kaminski (Bass) David Buitenhuis (Trompete)

von links: Lukas Gaedtke (Gesang/Gitarre) Lukas Kaminski (Bass) David Buitenhuis (Trompete)

Florian Schmitz

von links: Lukas Gaedtke (Gesang/Gitarre) Lukas Kaminski (Bass) David Buitenhuis (Trompete)

Neuss. Dicke Luft herrschte am Freitagabend im Hamtorkrug. Aber nicht etwa, weil es Stress zwischen den Gästen der Musikkneipe gab, sondern weil drei Reggaebands den Laden zum Kochen brachten. Der Höhepunkt: 150 Fans singen die Songs der Gastgeber, der Reggae- und Skaband „Betrayers of Babylon“, mit. Da kommt es vor, dass aufgrund des schweißtreibenden Mitsingens und vor allem Mittanzens auch schon mal die Hemden ausgezogen werden.

„Betrayers of Babylon“ haben ihre Fans im Griff

Den Anfang macht der Wülfrather Musiker Chris Toppa mit seiner „Tape Side B Band“. Aufgrund der frühen Uhrzeit hat er es sicherlich am schwersten. Der 20-Jährige kann das Publikum aber schnell mit eingängigen Texten und Melodien auf seine Seite ziehen.

Danach wird es eng auf der Bühne. Die Neusser Formation „Sane Ground“ läuft gleich mit acht Musikern auf. „Normalerweise sind wir noch drei mehr“, sagt Sänger Sheik M-Roc lachend. Mit Papa Sbadi, Richie Pong und Sängerin Elsenora am Mikrofon heizt er dem Publikum ein, und auch die Bandkollegen überzeugen mit einem krispen, satten Klang.

Schließlich betreten die Veranstalter des Abends die Bühne. Wer ihr Motto „Nice and slowly“ nicht ganz ernst nimmt, der versteht den Humor der „Betrayers“ – ihre Musik ist „nice“, ja, aber alles andere als langsam. Immer wieder spielen die sechs mit den Genres, lassen schnelle Ska-Rhythmen oder Rock-Basslinien einfließen. Die Bläsersektion mit David Buitenhuis (Trompete) und Simon Stiller (Posaune) gibt der Band den letzten Kick, Sänger Lukas Gaedtke hat mit seinen humorvollen, aber auch kritischen Texten das Publikum im Griff. Das lässt die Band erst nach mehreren Instrumentalzugaben gehen.

Für Thomas Wenning, Pächter des Hamtorkrugs, ist die Veranstaltung nicht nur ein gelungener Abend, sondern ein Zukunftsmodell: „Die Bands organisieren die Show und nehmen Eintritt, ich sorge für die Getränke“, erklärt Wenning die Zusammenarbeit mit Musikern, die bei ihm auftreten wollen.

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