SPD

Er ist der Wahlkreisinhaber und will sein SPD-Direktmandat verteidigen: Rainer Thiel ist Landtagsabgeordneter – „und das möchte ich auch nach dem 14. Mai bleiben“, sagt der SPD-Kandidat kämpferisch. Dafür steht er im Dialog mit den Wählern in Grevenbroich, Dormagen und Rommerskirchen.

Der 65-Jährige hat große Pläne: „Wir müssen weiterhin beweisen, dass sich Industrie und Natur nicht ausschließen“, wird er nicht müde, trotz wichtiger Umweltschutz-Maßnahmen und kostenintensiver Energiewende-Folgen auf die nötige „Wohlstandsfähigkeit“ für die Industrie hinzuweisen. „Innovationen müssen her“, fordert er Mut zu belastbaren und erfolgreichen neuen Wegen. Denn Struktur- und Energiepolitik waren immer schon Thiels Schwerpunkt-Themen.

Der gelernte Starkstromelektriker wurde schnell Mitglied in der Industriegewerkschaft Chemie Papier Keramik, gefolgt von Arbeiten für IG Metall und den DGB. „Mich für andere einzusetzen, hat mich immer schon angetrieben“, sagt Thiel. In der Leitung des Lehrlings- und Jungarbeiterzentrums half er, die Ausbildungschancen zu verbessern. Sozial gerechte Bildungspolitik nennt er als eines seiner wichtigen Ziele. In die Politik ging Thiel schon früh, er trat mit 19 Jahren in die SPD ein. Als freigestellter Betriebsrat erlebte er im „Edelstahlwerk Böhler“ den Strukturwandel hautnah mit, arbeitete den Sozialplan für die Mitarbeiter mit aus. „Das hat mir gezeigt, wie wichtig vorausschauende Konzepte für eine sich ändernde Wirtschafts-Struktur sind“, erklärte er. Das gelte vor allem auch für den jetzt beginnenden Strukturwandel im Rheinischen Revier und im Rhein-Kreis Neuss. „Die Energie- und Klimapolitik wurde zunächst zu Unrecht einseitig zulasten der Braunkohle geführt, jetzt haben wir eine Lösung gefunden, die Gewissheit gibt“, meint Thiel. Für die SPD hat er in der Enquetekommission zur Zukunft der Chemie-Industrie in NRW die Weichen gestellt, die Unternehmen weiter zu stärken. Auch in der Enquetekommission zur Zukunft des Handwerks und Mittelstands engagierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete, der mit seiner Lebensgefährtin Ellen Schönen-Hütten in Delrath lebt. Dort treffen ihn die Nachbarn immer wieder, wenn er mit seinem Hund Sam über die Felder spaziert.

Für Thiel sind Besuche auf Schützenfesten und Karnevalsveranstaltungen eine gute Gelegenheit, mit den Menschen in der Freizeit ins Gespräch zu kommen: „Das Vereinsleben macht die Lebendigkeit einer Stadt aus – das muss die Politik unterstützen.“ cw-

» Steckbrief: Rainer Thiel ist 65 Jahre alt. Geboren wurde er in Heiligenstadt. Der Starkstromelektriker ist seit 1970 SPD-Mitglied und war von 1989 bis 2011 deren Kreisgeschäftsführer. Der Landtagsabgeordnete führt zugleich die SPD-Fraktion im Kreistag.

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