Junges Quintett soll Bäckerei und Trinkhallen überfallen haben.

Neuss. Die Karrieren der fünf jungen Männer, die seit Donnerstag auf der Anklagebank des Düsseldorfer Landgerichts sitzen, ähneln sich. Schwierige Familienverhältnisse, abgebrochene Schullaufbahn, keine Ausbildung, Drogen- und Alkoholprobleme. Offenbar gemeinsam kamen die 18 bis 22 Jahre alten Kumpel auf die Idee, sich eine neue Erwerbsquelle zu schaffen. So sollen sie eine Bäckerei ausgeraubt haben. Zwei weitere Überfälle auf Trinkhallen blieben im Versuch stecken.

Am 30. März vergangenen Jahres betraten zwei mit Motorradhelmen getarnte Männer mittags eine Bäckerei in Weckhoven und bedrohten die Verkäuferin mit einer Pistole. Die Räuber erbeuteten 510 Euro. Draußen warteten zwei Komplizen mit Rollern, die als Fluchtfahrzeuge benutzt wurden.

Gescheitert war am 1. März der Überfall auf einern Kiosk Am Lindenplatz. Der Verkäufer war in den Hausflur geflüchtet, die Räuber kamen nicht an die Kasse. Ohne Beute zogen die jungen Männer auch am 30. März wieder ab, als sie es ebenfalls auf einen Kiosk in Weckhoven abgesehen hatten. Hier versteckte sich die Verkäuferin hinter einem Schrank, die Kasse ließ sich nicht öffnen.

Zum Prozessauftakt gab es Geständnisse. Die Waffe sei eine verrostete Gaspistole gewesen, die man einem Unbekannten abgekauft habe. „Auf die Idee sind wir gemeinsam gekommen“, erklärte ein 20-Jähriger, den damals Geldsorgen geplagt hatten: „Ich wusste nicht, ob ich die Miete bezahlen konnte.“ Der Prozess wird fortgesetzt.

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