Für das Projekt werden noch Sänger gesucht. Premiere soll im Oktober in St. Martinus sein.

Für das Projekt werden noch Sänger gesucht. Premiere soll im Oktober in St. Martinus sein.
Das Luther-Pop-Oratorium – hier in Düsseldorf – ist ein echtes Massenspektakel. Komponist Dieter Falk (Foto unten) hat bereits mehr als 50 Gold- und Platinscheiben erhalten.

Das Luther-Pop-Oratorium – hier in Düsseldorf – ist ein echtes Massenspektakel. Komponist Dieter Falk (Foto unten) hat bereits mehr als 50 Gold- und Platinscheiben erhalten.

Bauer/Falk

Das Luther-Pop-Oratorium – hier in Düsseldorf – ist ein echtes Massenspektakel. Komponist Dieter Falk (Foto unten) hat bereits mehr als 50 Gold- und Platinscheiben erhalten.

Kaarst. Im Oktober jährt sich der Thesenanschlag von Martin Luther zum 500. Mal. Dies ist Anlass für ein Gemeinschaftsprojekt von katholischer und evangelischer Kirche, wie es es in dieser Dimension in Kaarst noch nicht gegeben hat: Das Luther-Pop-Oratorium von Dieter Falk und Michael Kunze soll am 15. Oktober in der Pfarrkirche St. Martinus aufgeführt werden. Noch offen ist, ob es eine oder zwei Aufführungen geben soll beziehungsweise kann.

Dass es ein monumentales Projekt wird, macht allein die Zahl der Mitwirkenden deutlich: 291 sind es aktuell. Und etliche dürften noch dazu kommen. Es werden vor allem noch Sänger gesucht, die keinem Chor angehören. Kantor Wolfgang Weber hat das Pop-Oratorium vor kurzem im Düsseldorfer ISS-Dome erlebt – und war begeistert. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte sich in die Schar der Sänger eingereiht. Ob die Kaarster Bürgermeistern Ulrike Nienhaus den Chor ebenfalls verstärken wird, ist fraglich – sie sieht ihre Sangeskünste eher kritisch, hat aber gern die Schirmherrschaft übernommen.

Aktuell liegt die Zahl der Mitwirkenden bereits bei 291

Kantor Dieter Böttcher ist seit Anfang Januar mit den Planungen befasst, hat mit vielen Chören kommuniziert – elf Chöre haben ihre Mitarbeit bereits zugesagt. Hinzu kommen nach jetzigem Stand eine Projekt-Band, ein Streichorchester, Solisten sowie eine Orgel, wie es sie in keinem Tonstudio gibt. Erstaunlich: Alle Mitwirkenden sollen im Altarraum Platz finden – inklusive der rund 500 Zuhörern in der Pfarrkirche St. Martinus.

Wolfgang Weber spielte gestern bei der Vorstellung des Programms Auszüge aus dem Pop-Oratorium, die deutlich machten, dass das Opus fast Ohrwurm-Charakter hat. Böttcher geht davon aus, „dass man sofort mitsingen kann, wenn man es einmal gehört hat“. „Es sind bis jetzt alles Kaarster, die in der Pfarrkirche auftreten werden.“ Und die Organisatoren sind sich einig: „Dieses Pop-Oratorium dürfte auch junge Menschen ansprechen und berühren.“ Wer die Hauptrolle übernimmt, wird noch nicht verraten. Wolfgang Weber sagt nur: „Aller Wahrscheinlichkeit wird es ein Kaarster sein – vielleicht sogar ein Katholik. „Mir ist die Gemeinsamkeit wichtig. Durch dieses Chorprojekt kommen evangelische und katholische Christen zusammen und miteinander ins Gespräch“, ist sich Wolfgang Weber sicher. Die Chöre werden sich ab Juni auf das große Ereignis im Oktober vorbereiten. Die Organisatoren gehen davon aus, dass der Eintrittspreis bei zwölf Euro liegen wird.

Die „Schöpfer“ des Luther-Oratoriums sind übrigens echte musikalische Schwergewichte: Michael Kunze hat als Texter und Produzent für rund 200 Nummer-Eins-Hits gesorgt. Aus seiner Feder stammen auch Musicals wie „Mamma Mia“ oder „Der König der Löwen“. Der Komponist Dieter Falk war Produzent unter anderem für „Pur“, Pe Werner und Paul Young. Der Düsseldorfer Musikprofessor hat über 50 Gold- und Platinscheiben bekommen.

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