An Altweiber kam es mehrfach zu Beleidigungen, Bedrohungen und auch Schlägereien. Ein Randalierer griff sogar die Polizei an.

Rhein-Kreis Neuss. Massive Beleidigungen, Bedrohungen, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen: Überhöhter Alkoholkonsum war der maßgebliche Auslöser von Konfrontationen an Weiberfastnacht im Rhein-Kreis Neuss. Dabei wurden auch Polizeibeamte aggressiv angegangen.

In Dormagen musste die Polizei zweimal einschreiten. Als die Beamten gegen 20.15Uhr auf der Walhovener Straße die Personalien eines 31-jährigen Dormageners aufnehmen wollte, der in dringendem Verdacht stand, an einer Schlägerei beteiligt gewesen zu sein, leistete er erheblichen Widerstand. Die Polizei hatte Schwierigkeiten, ihn auf die Wache zu bringen, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Nicht weit entfernt, "Unter den Hecken", fand gegen 22.10Uhr nach einer verbalen Auseinandersetzung eine Schlägerei zwischen vier 17 bis 19 Jahre alten Männern aus Köln und Dormagen statt. Die beteiligten Personen konnten ausfindig gemacht und zur Wache gebracht werden. Bei der Anhörung verhielt sich ein 17-jähriger Kölner den Polizisten gegenüber renitent, beleidigte sie immer wieder und griff sie auch körperlich an.

Ein 23-Jähriger randalierte auch noch im Krankenhaus

In Grevenbroich rückten die Einsatzkräfte dreimal aus. Auch hier war in einigen Fällen übermäßiger Alkoholkonsum der Auslöser für die Streitigkeiten. Als zwei Jugendliche (14 und 15 Jahre alt) aus Grevenbroich um 20.20Uhr von Polizeibeamten aufgefordert wurden, den Festplatz auf dem Torfstecher Weg zu verlassen, kam es zu einer Rangelei zwischen ihnen und den Beamten. Die Beiden wurden auf der Wache ihren Eltern übergeben.

Gegen 18.25Uhr randalierte ein betrunkener Grevenbroicher im Montanushof. Er hatte sich übergeben und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Dort beleidigte der weiterhin äußerst aggressive 23-Jährige die Mitarbeiter. Da er aus medizinischer Sicht nicht in der Klinik bleiben musste, brachte die Polizei den Mann zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam. Er schlug daraufhin wild um sich und trat gegen den Streifenwagen.

In der Fußgängerzone auf der Kölner Straße wurden Polizisten gegen 21Uhr auf einen 18-jährige Grevenbroicher aufmerksam. Er war betrunken und gab an, von drei ihm unbekannten Personen geschlagen worden zu sein. Während der zweifelhaften Schilderung begann er die Beamten zu beleidigen und nach ihnen zu schlagen. Die Polizisten nahmen den 18-Jährigen mit zur Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

In der Nacht zum Freitag randalierte ein 19-jähriger Rommerskirchener kurz nach Mitternacht nach einer privaten Feier auf dem Ingendorfer Weg. Der stark alkoholisierte Mann hatte den Glaseinsatz einer Haustür zerschlagen und sich dabei leicht verletzt. Er wurde ins Krankenhaus gefahren, wo er nach seiner ambulanten Behandlung weiter randalierte.

Die Delinquenten müssen sich unter anderem wegen Beleidigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Polizeibeamte verantworten.

Lediglich in Kaarst war es nicht zu größeren Zwischenfällen gekommen. Mitarbeiter von Jugendamt, Ordnungsamt und Polizei hatten dort an Altweiber in einer Kooperation gemeinsam kontrolliert. Red

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