Die Kreispolizei zeigt mit einem neuen Anhänger, wie die eigenen vier Wände sicherer gemacht werden.

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Heinz Hellwig erklärt Anne Berberich, wie man sich besser gegen Einbrecher schützen kann.

Heinz Hellwig erklärt Anne Berberich, wie man sich besser gegen Einbrecher schützen kann.

Georg Salzburg

Heinz Hellwig erklärt Anne Berberich, wie man sich besser gegen Einbrecher schützen kann.

Rhein-Kreis Neuss. Die dunkle Jahreszeit hat begonnen, und damit steigen die Einbruchszahlen. Die Polizei Neuss hat passend dazu einen Demonstrations-Anhänger bauen lassen, mit dem sie Menschen für das Thema sensibilisieren will. "Wir beraten hier bei der Polizei schon immer, aber mit dem Anhänger können wir auch Menschen auf Marktplätzen oder bei Messen erreichen", erklärt Sabine Rosenthal-Aussem, Leiterin des Kommissariats Kriminalprävention.

"Ich will nicht, dass jemand meine Sachen anfasst."

Anne Berberich, Passantin

Auf dem Anhänger sind Fenster und Türen montiert, an denen Interessierte selbst ausprobieren können, wie einfach es ist, ein Fenster aufzuhebeln. Sie können das dann auch bei gesicherten Fenstern und Türen versuchen. "Wir helfen auf der Basis unserer Erfahrungen mit Einbrechern", sagt Polizeisprecher Bernd Hübner.

Zu den Erfahrungen gehören Statistiken, die belegen, dass 80 Prozent der Einbrüche durch das Aufhebeln von Fenstern, Terrassen- oder Balkontüren gelingen. "Es ist ganz wichtig, dass wir eine individuelle Bewertung machen, denn beim Einbruchsschutz kommt es auch auf die Lage des Hauses an", sagt Jochen Hilgers von der Kriminalprävention.

Opfer sind nach einem Einbruch verunsichert und wütend

Wenn ein Haus alleine steht und die Nachbarn nicht in Hörweite sind, ist die Gefahr größer, dass Einbrecher auch mal das Fenster einschlagen - was sie in Wohnsiedlungen aus Angst gehört zu werden, eher selten machen.

"In der Regel beschäftigen sich Einbrecher nur drei bis vier Minuten mit dem Reinkommen, danach geben sie auf. Sie wissen ja nicht, was drinnen zu holen ist", sagt Hilgers. "Bei meinem Bruder, meiner Schwester und meinen Eltern ist eingebrochen worden, deshalb habe ich jetzt auch nachgerüstet", sagt Anne Berberich.

Bei 36 Prozent der Einbrüche bleibt es bei einem Versuch. Aufgeklärt werden nur 13 bis 15 Prozent der Einbrüche im Rhein-Kreis Neuss.

Am Samstag finden von 10 bis 13 Uhr stündlich Beratungen an der Jülicher Straße 178 statt.

Ein Grund war für sie vor allem, dass sie nicht wollte, dass jemand in ihren Sachen wühlt. "Es fehlt dann ein Grundvertrauen im eigenen Haus. Bei meiner Schwester sind sie mit lehmverschmierten Schuhen über das Bett gelaufen, das macht einen so wütend. Vor allem wenn sie etwas mitnehmen, das ideellen Wert hat", sagt sie.

Bei Neubauten kann der Einbruchsschutz direkt eingebaut werden. Das ist günstiger als nachzurüsten. "Wichtig ist erst einmal die Beratung, manchmal reicht es auch schon, die Balkontür zu sichern", erklärt Hilgers.

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