Bayer Dormagens Trainer rechnet seinem Team heute gegen Tabellenführer Erlangen Chancen aus – sofern die Einstellung stimmt.

Wie vor kurzem gegen Essen werden die Dormagener um Johnny Eisenkrätzer (Mitte) den Kampf heute Abend annehmen müssen, wollen sie gegen Zweitliga-Spitzenreiter Erlangen eine Chance haben.
Wie vor kurzem gegen Essen werden die Dormagener um Johnny Eisenkrätzer (Mitte) den Kampf heute Abend annehmen müssen, wollen sie gegen Zweitliga-Spitzenreiter Erlangen eine Chance haben.

Wie vor kurzem gegen Essen werden die Dormagener um Johnny Eisenkrätzer (Mitte) den Kampf heute Abend annehmen müssen, wollen sie gegen Zweitliga-Spitzenreiter Erlangen eine Chance haben.

H. Zaunbrecher

Wie vor kurzem gegen Essen werden die Dormagener um Johnny Eisenkrätzer (Mitte) den Kampf heute Abend annehmen müssen, wollen sie gegen Zweitliga-Spitzenreiter Erlangen eine Chance haben.

Dormagen. Ihre Taktiktafeln können Tobias Plaz und Robert Andersson heute Abend getrost zu Hause lassen. Denn in der von der Papierform her höchst ungleichen Auseinandersetzung zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem HC Erlangen (19 Uhr, TSV-Bayer-Sportcenter), darin sind sich die beiden Trainer einig, wird vor allem die Einstellung den Ausschlag geben.

„Ich erwarte eine Dormagener Mannschaft, die viel kämpft“, sagt Erlangens Trainer Robert Andersson, der selbst auf seiner ersten Deutschland-Station als Spieler drei Jahre lang das Bayer-Trikot trug. Und der 46 Jahre alte Schwede schiebt nach: „Und ich bin gespannt, wie meine Spieler diesen Kampf annehmen.“

Erlangen hat den Aufstieg bereits sicher

Schließlicht steht der Handball-Club Erlangen ein Jahr nach Ende seines Kurz-Gastspiels in der Ersten Liga als Bundesliga-Rückkehrer fest, kann seit seinem 33:26-Sieg bei Eintracht Hagen vor anderthalb Wochen nicht mehr von einem der drei Aufstiegsplätze verdrängt werden. Trotzdem haben die Franken noch Ziele: „Wir wollen Platz eins verteidigen“, sagt Manager Stefan Adam mit Blick auf die aktuell sechs Minus- und acht Pluspunkte Vorsprung auf den Zweitplatzieren GWD Minden, der seinerseits fünf Minuspunkte vor dem zuletzt arg schwächelnden HSC Coburg liegt. „Wir wollen die letzten fünf Spiele noch seriös und vernünftig über die Bühne bringen“, sagt Andersson – „und wer den Robert kennt, der weiß, dass er alles daran setzen wird, dass das gelingt“, schiebt der HCE-Manager nach. Im ersten Versuch, drei Tage nach dem „Aufstiegsspiel“, gelang dies mit einem 28:25-Heimsieg über die HSG Nordhorn leidlich.

Dormagen stehen alle Spieler zur Verfügung

Mit dem gleichen Ergebnis musste sich der TSV Bayer im Hinspiel Ende November geschlagen geben. „Da haben die richtig gut gespielt und uns mächtig vor Probleme gestellt“, erinnert sich Robert Andersson. Sein Dormagener Kollege hofft heute Abend auf eine ähnliche Leistung. Freilich weiß Tobias Plaz auch, dass sich seine Schützlinge dafür gegenüber dem grottenschlechten Auftritt beim 22:33 in Aue gehörig steigern müssen. „Da haben wir ein ganz schwaches Spiel abgeliefert“, sagt der bis zum Saisonende in der Verantwortung stehenden frühere Rechtsaußen und gewinnt der Partie nur ein Gutes ab: „Dass es so weit weg war. Zu Hause müssen wir heute wieder die Attribute zeigen, die unsere Fans sehen wollen.“ Als da wären in erster Linie Kampf und Leidenschaft.

„Einer muss wieder für den anderen spielen, nur so haben wir eine Chance“, sagt Plaz. Und das durchaus auch gegen den Spitzenreiter: „Vielleicht kommen die Erlanger voll motiviert zu uns, vielleicht haben die, nachdem der Aufstieg feststeht, nicht mehr ganz so viel Biss. Das müssen wir dann nutzen.“ Um so mehr, als die Chancen, den Abstand von fünf Punkten zum rettenden Ufer (vier Punkte plus der schlechtere direkte Vergleich gegenüber der HG Saarlouis) zu verringern, immer weniger werden – nach dem spielfreien Pfingstwochenende folgen noch drei Partien (siehe Info-Kasten).

Plaz kann heute Abend das aufbieten, was man Bestbesetzung nennt. Bei den Gästen fehlen die Routiniers Pavel Horak und Sebastian Preiss. Doch auch diese Personalia sollten nicht ausschlaggebend sein: „Wir müssen den Kampf vorgeben“, fordert Tobias Plaz, „und dann müssen wir schauen, wie der Gegner dies annimmt“.

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