Die Info-App der Deutschen Bahn brach zusammen.

Verkehr
Wegen des Streiks der Lokführer fielen Mittwochmorgen zahlreiche Züge aus. Pendler wie zum Beispiel Dominique Fara (r.) mussten viel Geduld mitbringen. Fotos (4): woi

Wegen des Streiks der Lokführer fielen Mittwochmorgen zahlreiche Züge aus. Pendler wie zum Beispiel Dominique Fara (r.) mussten viel Geduld mitbringen. Fotos (4): woi

Wegen des Streiks der Lokführer fielen Mittwochmorgen zahlreiche Züge aus. Pendler wie zum Beispiel Dominique Fara (r.) mussten viel Geduld mitbringen. Fotos (4): woi

Wegen des Streiks der Lokführer fielen Mittwochmorgen zahlreiche Züge aus. Pendler wie zum Beispiel Dominique Fara (r.) mussten viel Geduld mitbringen. Fotos (4): woi

Wegen des Streiks der Lokführer fielen Mittwochmorgen zahlreiche Züge aus. Pendler wie zum Beispiel Dominique Fara (r.) mussten viel Geduld mitbringen. Fotos (4): woi

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Wegen des Streiks der Lokführer fielen Mittwochmorgen zahlreiche Züge aus. Pendler wie zum Beispiel Dominique Fara (r.) mussten viel Geduld mitbringen. Fotos (4): woi

Neuss. Der bundesweite Streik der Eisenbahner-Gewerkschaft GDL hat gestern Morgen auch in Neuss viele Bahnkunden auf eine harte Geduldsprobe gestellt – und das gleich in doppelter Hinsicht: Durch den Ausstand der Zugführer kamen am Mittwoch tausende Pendler zu spät zur Arbeit, und da eine bahneigene App überlastet war, konnten viele Reisende auf ihren Handys mehrere Stunden keine Auskünfte über ausfallende oder verspätete Züge abrufen.

Straßenbahnverbindung zwischenzeitlich unterbrochen

Obwohl die GDL bereits am Vortag den Arbeitskampf ab Dienstagabend angekündigt hatte, warteten gestern Morgen hunderte Pendler am Neusser Hauptbahnhof vergeblich auf ihre Züge. Verschärft wurde die Situation noch zusätzlich dadurch, dass zwischenzeitlich auch die Straßenbahnverbindung nach Düsseldorf unterbrochen war. Die Rheinbahn musste den Verkehr auf der Linie 709 am frühen Morgen für rund 35 Minuten einstellen, da in der Innenstadt ein Feuerwehreinsatz lief.

Entsprechend schlecht war die Stimmung unter den Reisenden. „Ich komme aus Krefeld und muss nach Essen zur Arbeit“, sagte beispielsweise ein Mann, der gegen 5.30 Uhr in Neuss „gestrandet“ war. Wie viele andere hatte er in der Kürze der Zeit keine Alternative mehr zur Bahn gefunden, während einen Bahnsteig weiter Dominique Fara kurzerhand überlegte, noch schnell aufs eigene Auto umzusteigen. „Ich arbeite in Dortmund und kann nicht einschätzen, wie lange die Fahrt heute dauert“, sagte der Neusser, der schon an normalen Tagen rund vier Stunden in der Bahn verbringt.

Zwar fuhr kurz darauf gegen 6.20 Uhr mit der S 28 wieder der erste Zug am Neusser Hauptbahnhof ein, der an gewöhnlichen Werktagen von mehr als 35 000 Reisenden genutzt wird. Dennoch dauerte es danach noch mehrere Stunden, ehe sich die Lage gegen Mittag wieder beruhigt hatte. Einige Bahnen, etwa ins Ruhrgebiet, hatten bis zu zwei Stunden Verspätung. Und vor allem auf der S 11 in Richtung Düsseldorf-Flughafen kam es bis zum Mittag immer wieder zu Ausfällen und Verzögerungen.

Wenig Verständnis bei den Reisenden für die Probleme

Die Reisenden brachten nur eingeschränkt Verständnis auf. „Es ist unmöglich, dass kein Bahnmitarbeiter vor Ort zu sehen ist, der Auskünfte gibt“, schimpfte zum Beispiel eine Frau, die nach Berlin wollte. Dem widersprach die Bahn allerdings später. „Während der gesamten Nacht und auch am Morgen war zusätzliches Personal am Bahnhof im Einsatz“, sagte ein Bahnsprecher.

Bei Verspätungen von mehr als einer Stunde können Bahnkunden normalerweise Entschädigung verlagen. Streiks gelten allerdings als höhere Gewalt. Entschädigungen werden nur nach Einzelfallprüfung gezahlt.

Beim Arbeitgeber reicht der Hinweis auf einen Bahnstreik nicht als Entschuldigung für eine Verspätung.

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