Verwaltung stellt vier Sanierungsvarianten vor.

Dreikönigenschule
Armin Krüger (l.), Gebäudemanagement, und Malermeister Franz-Josef Böckmann mit der speziellen Sanierungsfolie in der Dreikönigenschule .

Armin Krüger (l.), Gebäudemanagement, und Malermeister Franz-Josef Böckmann mit der speziellen Sanierungsfolie in der Dreikönigenschule .

Salzburg

Armin Krüger (l.), Gebäudemanagement, und Malermeister Franz-Josef Böckmann mit der speziellen Sanierungsfolie in der Dreikönigenschule .

Neuss. Nur um ein Thema geht es am Dienstag in der Sondersitzung des Schulausschusses: Unter dem Stichwort „PCB-Sanierung an der Dreikönigenschule“ berichtet die Verwaltung. In dem zugespitzten Streit um die Frage, wie und wie schnell die seit 2001 bekannten Belastungen beseitigt werden können, erläutert sie unterschiedliche Möglichkeiten.

Dass es nicht wie üblich einen Beschlussvorschlag, sondern nur eine „Mitteilung der Verwaltung“ gibt, verwundert die Ausschussvorsitzende Stephanie Wellens (CDU). Doch will sie unbedingt einen Beschluss des Ausschusses: „Wir dürfen die Sommerpause nicht verstreichen lassen und und müssen die Schulferien nutzen.“

Es geht darum, die Werte, die in einzelnen Räumen zwischen 289 und 944 Nanogramm je Kubikmeter Luft und in einem Flur bei 2133 ng/m³ liegen, unter den Vorsorgegrenzwert von 300 ng zu bringen. Bei einem Wert von 300 bis zu 3000 ng muss mittelfristig saniert werden.

Die Verwaltung stellt vier Varianten vor. Als erstes genannt und dem Vernehmen nach auch von dem Runden Tisch an der Schule bevorzugt, steht die gasdichte Abdeckung der sogenannten Primärquellen: Vor allem Fugen, in denen das PCB-haltige Material in den 70er Jahren verwendet wurde. Die Verwaltung hat bereits ein Gutachten, das sich für den Einsatz einer fünflagigen Spezialfolie und eines speziellen Klebeverfahrens samt Alu-Profil zur Abtrennung ausspricht. Das Verfahren wurde bereits in Teilen der Realschule Norf und der Maximilian-Kolbe-Hauptschule eingesetzt. Schon jetzt wird in einem Raum mit höheren Messwerten nach diesem Verfahren abgedichtet, dann soll der Erfolg geprüft werden. „Nach derzeitigem Kenntnisstand“, so heißt es in dem Bericht, sei eine Sanierung zum Beginn des neuen Schuljahrs möglich. Die Kosten sollen bei etwa 200 000 Euro liegen.

Variante 2: Das Lüften. Die Verwaltung verweist auf eine gutachterliche Stellungnahme und betont, durch maschinelles Lüften sei der Vorsorgegrenzwert einzuhalten. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 440 000 Euro.

Bei der klassischen Sanierung – Variante 3 – werden Fugen und belastete Bauelemente unter aufwendigen Schutzmaßnahmen ausgebaut und ersetzt. Etwa 60 Prozent der Klassen müssten ausgelagert werden. Die Vorbereitungen dauern nach Mitteilung der Verwaltung bis zu einem Jahr, die Maßnahmen selbst etwa 15 Monate. 6,7 Millionen Euro Kosten hat das städtische Gebäudemanagement dafür geschätzt.

Schließlich die radikalste Maßnahme, Abriss (sechs Monate) und Neubau (eineinhalb Jahre). Allein für den Neubau erwartet die Stadt Kosten von 8,5 Millionen Euro.

Die Schulausschussvorsitzende Stephanie Wellens spricht sich („das ist meine persönliche Meinung“) zunächst für die erste Variante, das Abdichten, aus. Im Rahmen der Haushaltsberatungen müsse dann weitergedacht werden. „Jetzt eine Generalsanierung, die nicht unbedingt nötig ist, zu beschließen, wäre doch unseriös.“

Die öffentliche Sitzung beginnt Dienstag um 17 Uhr im Ratssaal.

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