Krankenhäuser und Seniorenheime sind betroffen.

Rhein-Kreis Neuss. 212 Verdachtsfälle auf Noro-Virus wurden dem Kreisgesundheitsamt seit Anfang des Jahres gemeldet. Bei 84 Personen wurde das Virus tatsächlich nachgewiesen - diese Zahlen teilte Michael Dörr, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, am Mittwoch mit.

"Es gab in den letzten Jahren immer wieder Wellen, in denen die Krankheit auftrat", erklärt Dörr. Jetzt scheint sich eine weitere Welle auszubreiten: "Derzeit gibt es acht Häufungen von Fällen im Kreisgebiet", sagt Dörr. Darunter seien fünf Krankenhäuser, zwei Senioreneinrichtungen und eine Häufung in privatem Umfeld.

Nicht alle Krankenhäuser sind von dem Virus betroffen

Eines der betroffenen Krankenhäuser ist das Johanna-Etienne-Krankenhaus in Neuss. Seit dem 8. Januar sind dort 116 Verdachtsfälle aufgetreten, bei 19 Personen wurde der Noro-Virus tatsächlich bestätigt. Derzeit werden 33 Patienten mit Durchfallerkrankungen behandelt und als Vorsichtsmaßnahme in Isolierzimmern untergebracht.

Fünf Fälle von Noro-Virus in diesem Jahr meldet auch das Kreiskrankenhaus Dormagen. "Vorsichtshalber haben wir zwei, drei Zimmer vorbereitet, um bei Bedarf die Patienten direkt zu isolieren", sagt Dr. Wolfgang Thier, Ärztlicher Leiter. Das Kreiskrankenhaus Grevenbroich scheint vom Noro-Virus bislang verschont: "Im Moment sind wir nicht betroffen, es gab nur vereinzelte Verdachtsfälle", sagt Heinz Ott, Oberarzt der medizinischen Klinik.

Im Neusser Lukas-Krankenhaus gibt es, laut Klaus Reinartz, Leiter der Notaufnahme, bislang nur Einzelfälle. Er vermutet aber, dass im Kreisgebiet kein Haus ganz verschont bleibe.

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