Vor dem direkten Duell der beiden Handball-Drittligistenfeiern beide Teams Auswärtssiege.

Vor dem direkten Duell der beiden Handball-Drittligistenfeiern beide Teams Auswärtssiege.
Ein gewohntes Bild in dieser Saison: Die Akteure des Neusser HV bejubelten beim 31:25 bei der HSG Krefeld den 13. Sieg im 13. Spiel.

Ein gewohntes Bild in dieser Saison: Die Akteure des Neusser HV bejubelten beim 31:25 bei der HSG Krefeld den 13. Sieg im 13. Spiel.

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Ein gewohntes Bild in dieser Saison: Die Akteure des Neusser HV bejubelten beim 31:25 bei der HSG Krefeld den 13. Sieg im 13. Spiel.

Rhein-Kreis. Finale furioso in der Dritten Handball-Liga West: An den letzten beiden Spieltagen der Hinrunde sind die ersten vier Teams der Tabelle unter sich. Zunächst gastiert am Freitagabend der Erste (Eintracht Hagen) beim Dritten (Longericher SC), tags darauf erwartet der Zweite (Neusser HV) den Vierten (TSV Bayer Dormagen) zum Lokalderby (19.30 Uhr, Hammfeldhalle). Eine Woche später heißen die Duelle Dormagen gegen Longerich und Hagen gegen Neuss – spannender geht’s nicht. Den Grundstein dafür legte das Quartett mit Auswärtssiegen an diesem Wochenende. Der Neusser HV setzte sich mit 31:25 (18:15) vor 460 Zuschauern bei der HSG Krefeld durch und feierte im 13. Spiel den 13. Sieg. Ceven Klatt war mit der Vorstellung seiner Schützlinge absolut zufrieden. „Wir waren vorne wie hinten taktisch überlegen“, sagte der 33-Jährige.

Schlussmann und ein Youngster führen den Neusser HV zum Sieg

Erfolgsgaranten für den NHV waren zum einen Schlussmann Mikkel Moldrup, der einige tolle Paraden zeigte, und zum anderen Brian Gipperich. Der 19-jährige Linkshänder sorgte nach der Pause mit drei Toren in Folge innerhalb von viereinhalb Minuten dafür, dass die Gäste auf 27:23 wegziehen konnten. „Brian hat vorne wichtige Impulse gesetzt und Mikkel eine richtig starke zweite Halbzeit gezeigt“, lobte Klatt seine Schützlinge. Den Krefeldern gelang erst in der 56. Minute der nächste Treffer, da hatte der NHV schon deren 30 erzielt und die Partie entschieden. „Wir wussten, dass wir Krefeld trotz der individuellen Stärken bei 25 Toren halten können, wenn wir gut decken – das haben wir geschafft“, sagte Klatt, Die starke Defensive macht sein Team zu einem Titelkandidaten. „Die Jungs im Innenblock um Bennet Johnen und Heider Thomas haben wieder richtig stark gearbeitet. Das war der Schlüssel zum Sieg“, sagte der Coach.

Der TSV Bayer Dormagen kehrte nach der enttäuschenden Vorstellung beim 23:31 gegen die HSG Lemgo II am Wochenende durch einen 28:22 (12:12)-Sieg bei der Ahlener SG in die Erfolgsspur zurück. Allerdings dauerte es gut 35 Minuten, ehe die Gäste vor 600 Zuschauern auf die Siegerstraße einbogen. „Zu Beginn haben wir ein paar blöde Tore kassiert und hatten auch einige Male Pech,“ stellte Spielertrainer Alexander Koke angesichts eines 2:6-Rückstandes nach zehn Minuten fest. Doch seine Schützlinge behielten die Ruhe. „Ian und Patrick Hüter standen prima im Innenblock. Lars Jagieniak hat in der Abwehr eine glänzende Leistung gezeigt und vorne hat Max Bettin Verantwortung übernommen“, sagte Koke.

TSV Bayer Dormagen überzeugt diesmal wieder als Mannschaft

Die Vorentscheidung fiel innerhalb weniger Minuten: Von 15:16 (38.) zogen die Dormagener bis zur 47. Minute mit einem 8:0-Lauf auf 23:16 davon. Sascha Bertow, Trainer der Ahlener SG, sah das Unheil kommen und versuchte, es mit zwei Auszeiten innerhalb von knapp drei Minuten zu stoppen – vergeblich. „Wir haben eigentlich nur noch bei neun Metern den Ball hin und hergespielt und keine Lücken mehr gerissen. Ich weiß nicht, ob der Respekt da zu groß war, aber so kann man eine solche Mannschaft natürlich nicht knacken“, sagte er. Alexander Koke hingegen konnte mit dem Auftritt seiner gesamten Mannschaft zufrieden sein „Wir haben als Team überzeugt.“

Der TSV Bayer kann auch in der kommenden Saison auf Patrick Hüter (21) und Kevin-Christopher Brüren (22) bauen, die vor der Partie ihre Verträge bis 2019 verlängerten. „Wir sind daran interessiert, frühzeitig Planungssicherheit zu haben und sind natürlich froh, dass die beiden jungen Spieler weiter bei uns bleiben“, sagte der Dormagener Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.

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