Fjolza Avdiu tritt am Montag gegen 19 Konkurrentinnen an.

Neuss. Am Montag ist es soweit. Es entscheidet sich, wer die neue Miss Deutschland wird. Ein großer Tag für Fjolza Avdiu. Denn die 17-jährige Neusserin ist eine der 20 Kandidatinnen, die zur Wahl stehen, offiziell die schönste Deutsche zu werden.

Die vergangenen drei Tage hat sie mit den anderen Teilnehmerinnen, die schönsten der 16 Bundesländer sowie Nord-, Ost-, Süd- und Westdeutschlands, Pressetermine absolviert, Fotos gemacht, geprobt. Was genau auf sie zukommt, wusste die Schülerin im Vorfeld selbst noch nicht. „Das ist die erste Misswahl an der ich teilnehme, die über mehrere Tage geht“, erzählte sie unserer Zeitung, bevor es losging.

Dass sie überhaupt an Misswahlen teilnimmt, hat sie dem Internet zu verdanken. „Ich habe online von einer albanischen Misswahl erfahren“, erzählt die Deutsche mit albanischen Wurzeln. Nachdem sie sich mit ihrer Mutter beraten habe, schickte sie kurzerhand Fotos von sich ein. Das habe Mut gekostet, wie sie sagt: „Man weiß ja nicht, wie die anderen Mädels aussehen und ob man überhaupt eine Chance hat.“ Hatte sie, schließlich belegte sie den zweiten Platz. Das war eine ziemliche Überraschung für Avdiu: „Ich hatte das nie geplant, oder groß den Wunsch, Model zu werden.“

Mit einer albanischen Misswahl fing alles an

Doch nach ihrem Erfolg bei der albanischen Misswahl ging es weiter. „Das hat mir irgendwie die Tür geöffnet. Ich habe dann im letzten Jahr erfolgreich bei der Miss Köln-Wahl mitgemacht.“ Erfolgreich heißt, sie hat die Wahl gewonnen. Genau wie die Wahl zur Miss NRW in diesem Jahr. Hat sich seitdem etwas verändert? „Naja, mittlerweile trage ich einige Miss-Titel und viele kennen mich. Ich bin natürlich stolz, aber geändert hat sich eigentlich nichts. Ich fühle mich ganz normal.“ Natürlich sei es ziemlich unglaublich, dass es so gekommen ist.

Trotzdem sieht sie das Ganze mehr als eine schöne Nebenbeschäftigung, will ihr Fachabitur auf jeden Fall abschließen. „Ich sehe mich in fünf Jahren als erfolgreiche Unternehmerin.“ Was genau sie werden will, darüber ist sich Avdiu noch nicht im Klaren.

Familie und Freunde stehen hinter ihr

Nun steht aber erst mal die Misswahl an, für die sie wohlwollend von ihrer Schule beurlaubt wurde. „Sie haben mir alle Glück gewünscht und drücken die Daumen.“ Überhaupt reagiere das Umfeld größtenteils positiv. „Natürlich gibt es immer Neider, aber ohne die geht es wohl nicht.“ Neben ihren Freunden stehen auch ihre Eltern fest hinter Avdiu. „Sie sind meistens dabei und sagen, wenn es mir Spaß macht, soll ich ruhig an Misswahlen teilnehmen.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer