Auftaktveranstaltung: „Neue Allianz“ bringt Händler, Hauseigentümer und die Stadt zusammen.

Trist, doch das lag gestern am Wetter: der Hauptstraßenzug.
Trist, doch das lag gestern am Wetter: der Hauptstraßenzug.

Trist, doch das lag gestern am Wetter: der Hauptstraßenzug.

M.I.

Trist, doch das lag gestern am Wetter: der Hauptstraßenzug.

Neuss. Von ZIN wird in den nächsten Monaten wohl häufiger zu hören sein. Zukunftsinitiative Neusser Innenstadt: Gestern Abend wurde dazu im Zeughaus eine gut besuchte Auftaktrunde organisiert. Angestoßen von Neuss Marketing, trafen Innenstadthändler, Immobilienbesitzer und Freiberufler zusammen. Das Ziel: eine "neue Allianz" von Händlern, Eigentümern und der Stadt zu schaffen, um die Innenstadt im harten Wettbewerb zu stärken.

Frank Heinze vom beauftragten Dortmunder Büro Heinze und Partner, das strategische City-Initiativen entwickelt, stellte die Ausgangslage dar und zeigte Perspektiven auf. Die Zentralitätswerte der Stadt sinken, Shopping-Center ziehen Kaufkraft ab, Mieten sinken, mit Sorge erwarten die Innenstadthändler die Eröffnung des umgebauten Rheinpark-Centers.

Mit einer Durchschnittsnote von nur 4,2 haben Eigentümer und Händler in einer Befragung des Büros Heinze die Situation in der Innenstadt im Standortwettbewerb bewertet. Doch es geht nicht nur um unbeeinflussbare Gegebenheiten; auch das Angebot in der Innenstadt erzielt nur eine Note von nicht einmal glatt "ausreichend". Das sehen die Kunden übrigens mit einer 3,4 besser.

Ein Entgegenwirken, das betonte auch Bürgermeister Herbert Napp in seiner Begrüßung, funktioniere nur gemeinsam. ZIN, so stellte es Frank Heinze vor, könnte sich in drei Stufen entwickeln. Zunächst - Zielmarke ist der Sommer - die Bündelung von Händlern und Hauseigentümern in einem Dachverein, Entwicklung eines Programms für die Innenstadt, ein Plan zur Umsetzung von Maßnahmen innerhalb des neuen Vereins in Kooperation mit der Stadt. Stufe2 wäre die Bildung oder Weiterentwicklung von Straßen- und Quartiersgemeinschaften wie etwa an der Neustraße. In der Endphase könnte es diese Gemeinschaften in der gesetzlich vorgegebenen Form geben: mit geregelten Beiträgen zur Finanzierung von Aktionen oder Marketing, die dann alle beteiligten Hauseigentümer leisten müssen.

Die Innenstadt habe eine Qualität, die ein Center nie bieten könne, betonte Bürgermeister Napp. Dass dennoch Handlungsbedarf besteht, schien bei den Teilnehmern unstrittig. Ob sich aus dieser Haltung eine Zukunftsinitiative Neusser Innenstadt entwickeln kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Im Juni, so sieht es das Heinze-Papier vor, soll es nach diversen Workshops ein Ergebnisforum geben. Der Bürgermeister jedenfalls wünschte allen "Monate des Aufbruchs."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer