Sportler legten sieben Kilometer zurück.

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Auch der Spaß-Faktor kam beim traditionellen Neujahrsschwimmen in der Erft nicht zu kurz.

Auch der Spaß-Faktor kam beim traditionellen Neujahrsschwimmen in der Erft nicht zu kurz.

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Auch der Spaß-Faktor kam beim traditionellen Neujahrsschwimmen in der Erft nicht zu kurz.

Neuss. Schnee und eisige Temperaturen sind für alte Hasen beim Neujahrsschwimmen der DLRG und DRK-Wasserwacht nicht ungewöhnlich. An der Erprather Mühle in Neuss war es trotzdem bitterkalt. Und dennoch hatten sich trotz dieser widrigen Witterungsverhältnisse mehr als 50 Wasserretter zum alljährlichen Neujahrsschwimmen eingefunden.

In Neoprenanzügen warteten die Schwimmer auf den Startschuss. Zuvor begrüßte Wasserwart-Chef Detlev Rohr die Anwesenden, darunter das amtierende Kinderprinzenpaar der Stadt Neuss, Christian II. und Lara III. In den vergangenen Jahren hatten die jungen Repräsentanten des Neusser Karnevals die Retter in einem Boot ein Stück begleitet. Schnell wurden noch einige Orden verliehen und dann machten sich die ersten Schwimmer badefertig.

Bei 16 Grad war die Erft im Vergleich zu minus 4 Grad Außentemperatur herrlich warm. Zunächst waren es nur wenige Schwimmer, später kamen immer mehr Sportler der DLRG hinzu. Natürlich kam auch der Spaß-Faktor nicht zu kurz. An den Rastpunkten wurde neben Tee auch Glühwein gereicht. Nach wenigen Minuten zog es die Schwimmer wieder ins Wasser. Mehr als 30 Helfer begleiteten die Schwimmer zu Fuß. Am Gut Gnadental galt es, ein Wehr zu überwinden. "Dazu gehört schon etwas Mut, weil man rücklings ziemlich flach wegrutscht und nicht viel sieht", meinte Wasserwacht-Sprecher Dirk Büchen. Nach rund zwei Stunden und gut sieben Kilometern erreichten die Wasserratten den Neusser Sporthafen. Die meisten Retter verließen hier die Erft, einige wenige hatten den Mut, kurz im Rhein zu schwimmen.

Im Bootshaus des Ruderclubs gab es nach einer warmen Dusche auch eine heiße Suppe. Dabei diskutierten die Taucher, ob es in den nächsten Tagen zu Dauerfrost kommen würde. "Darauf hoffen wir jedes Jahr, weil dann ein Eistauchgang unter der geschlossenen Eisdecke möglich ist. Für die Taucher ist dies ein besonderes Erlebnis", erklärte Büchen zum Abschluss der Veranstaltung. Wenn man den Prognosen der Wettervorhersage glauben darf, stehen die Chancen dafür mehr als gut.

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