Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Auch die Städte überreichen ihren Gästen Souvenirs. Bei der Stadt Neuss stehen die Repräsentationsgeschenke ganz im Zeichen des städtischen Wahrzeichens, des Quirinusmünsters. Vom Quirinusbecher, einem Brieföffner mit Quirinussiegel bis hin zum gerahmten Bild des Münsters reicht die Palette.

Rhein-Kreis Neuss. Geben ist seliger denn nehmen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist diese Redensart aktueller denn je. Geschenke kaufen steht in fast jedem Haushalt auf der Tagesordnung. Doch wie halten es die Kommunen mit dieser Tradition? Was schenken die Städte ihren Gästen und Besuchern? Unsere Redaktion hat sich im Rhein-Kreis Neuss umgehört. Eines vorweg: Spezielle Weihnachtsgeschenke gibt es nirgendwo - angesichts klammer Kassen ist das nicht wirklich verwunderlich. "Heute kann sich keine Stadt mehr erlauben, spendabel zu sein", sagt der Neusser Stadtsprecher Peter Fischer. Dafür werden die vorhandenen Präsente das ganze Jahr über verteilt. Bei der Stadt Neuss stehen die Repräsentationsgeschenke ganz im Zeichen des städtischen Wahrzeichens, des Quirinusmünsters. Vom Quirinusbecher, einem Brieföffner mit Quirinussiegel bis hin zum gerahmten Bild des Münsters reicht die Palette. Auch immer gern genommen: Süßigkeiten wie die Rhein-Kiesel, besondere Schokoladen-Dragees mit Marzipan-, Mandel- oder Fruchtfüllung (siehe Foto).

In Neuss gibt es keine Standardgeschenke

"Bei uns gibt es keine Standardgeschenke, wir lassen uns individuell etwas einfallen", sagt Claudia Paschek vom Presseamt. So erhält Hasan Ünver, der Bürgermeister der türkischen Partnerstadt Nevsehir, der in dieser Woche zu Gast ist, ein Bild des Münsters und eine Quirinusfigur. Sein Stellvertreter Cafer Okur bekommt den Brieföffner und einen Bildband überreicht. In den übrigen Städten im Kreis ist das Angebot an Präsenten standardisierter: In Meerbusch, Kaarst und Dormagen gibt es Merchandising-Artikel wie Anstecknadeln, Schlüsselbänder, Baseballkappen oder Krawatten mit dem Stadtlogo darauf. Besondere Gäste erhalten ein Schreibset (Meerbusch), eine Keramik (Kaarst) oder eine Uhr (Dormagen). Schwieriger gestaltet sich die Lage in Grevenbroich. Jahrelang verschenkte die Stadt Braunkohlebriketts, um auf ihren Status als Energiehauptstadt zu verweisen. Inzwischen sind diese fast vergriffen, über ein Nachfolgepräsent soll Anfang des Jahres entschieden werden.

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